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II. De verschillende uitgaven en de herkomst van het volksboek.

Om te gemoet te komen aan den wensch van Dr. Josef Fritz, die zoo bereidwillig was de uitgave der Historie van Christoffel Wagenaer op zich te nemen, wordt bij uitzondering ditmaal afgeweken van de in deze serie gebruikelijke indeeling der Bijlagen.

Überlieferung1.

Drucke und Exemplare.

A. Vtrecht, Reynder Wylicx2 1597. 8o. Schriftspiegel ohne

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Kustoden und Überschriften1 11·5 × 7 (7·2) cm. = rund 33 Zeilen. 4 Bll. = ½ Bogen mit A-Aiiij signiert als Vorstoss. 1. Bl. Titel: (in schwarzer Linienumrahmung 12·1 × 7·1 cm.) Die Historie || (rot) Van Christoffel || (rot) Wagenaer/ Discipel van D. || Johannes Faustus/ Dat Compact || dat hy metten Duyvel gemaeckt heeft / de welc || ke hem liet noemen Averhaen / ende hoe dat hy || hem altijt in de gedaente van eenen Aep ver- || schenen is. Oock van zijne Avontueren || die hy in zijn Leuen vedreuē heeft / || ende wat hy voor een schric- || kelijck Eynde gheno- || men heeft. || (rot) Mit noch een corte veschrijuinge van || (rot) de Nieuwe Eylanden / wat daer voor luyden in || woonen / Watse voor Religie ende Godsdienst || hebben / ende hoe datse vande Spaengiaerts in- || genomen zijn. Alles wt die nagelaten Schriftē || van Christoffel Wagenaer genomen / ende in || Druck vervat. Wt den hoochduytsche || in onse Nederlandtsche Sprake || getrouwelijck overgheset. || (rot) in Klammern 2 Hände mit ausgestreckten Zeigefingern, in der Mitte ein Kreis. Schwarzer Strich || Tot Vtrecht, || (rot) Ghedruckt by my Reynder Wylicx. || schwarzer Strich || Anno M.D.XCVII. || Rückseite leer. + 8 Seiten Voorrede aen den goetgun- || stighen Leser. Überschrift: ¶ Voorrede. Schluss 4b Ende mensche hier met een yeder alles Goets. Anno 1597 + 181 Seiten der Historie van Christoffel Wagenaer, beziffert 1-181. Seite 1 ist bezeichnet Fol. I. (anstatt 89, 94, 112, 165, 179 fehlerhaft 91, 74, 114 [im Register verbessert], 156, 177). Auch mit Av-Mv richtig signiert. Schluss S. 181: Hand mit ausge-

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strecktem Zeigefinger wie auf dem Titelblatt und And S. 39, 10620,23, 177, 178, folgt: Hier eyndt die Historie van || Christoffel wagenaer. || FINIS. Überschriften: Die Historie van || Christoffel Wagenaer. S. 148, 166 Die Historie / van ...,48 fehlt van 106, 108, 112, 116, 122, 138, 140, 154, 168 und 170 ist vor der Historie etc. und vor den einzelnen Kapitelüberschriften (fehlt bloss bei Kapp. X, XV, XXXIV nur im Kustos, XXXIX) eine Rubrik gesetzt + 3 unbezifferte Registerseiten: Die Taeffel / oft Register || van desen Boeck. Das Kap. XXXVII fehlt im Register, XXXVIII ist falsch auf S. 136 statt 139 gesetzt. Am Schlusse des Registers wieder die Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger und Eynde des Registers. Gedruckt tot Vtrecht / by my Reynder Wylicx. Anno M.D.XCVII. Überschrift: Register. Zusammen 192 Seiten oder 12 8o Bogen. Kustos fehlt nur auf S. 92. Ein Holzschnitt auf S. 76 5·5 × 6·6 cm., von Ahd ganz verschieden, stellt dar dreizehn koncentrische Kreise, die als Bahnen der Planeten gedacht sind, deren Bewegungsrichtung durch Pfeile angedeutet ist. Die zwei äussersten Kreise sind in zwölf Felder eingeteilt. Um die Kreise herum ziehen Wolken mit blasenden Windsköpfen in den vier Ecken1. Typen: Fraktur und Antiqua. Anfangsbuchstaben: zwei Arten der Antiqua und drei Fraktur. Eine Antiqua und Fraktur geziert, die übrigen einfache Majuskeln. Die erste verwendet am Anfange der Vorrede und des Kap. I, die zweite vor Kapp. VI, XX-XXII, XXIV, XXV, XXIX-XXXI, XXXIII, XL-XLII. Die erste Zeile des Textes der Vorrede und der Kapp. I, II, VI, XII, XXII, XXXVI, XXXVIII, XXXIX und XLIII, S. 17719 mit grösseren Lettern gesetzt, S. 7924 eine Antiquamajuskel inmitten des Kapitels. Interpunktionszeichen: Virgula bei Fraktur, Komma bei Antiqua, Trennungszeichen: -, oft keins, Abkürzungszeichen: Titellusstrich in Verbindungen ō, ē, ā, en̄, sonst noch dz, nz illustratie, &. Druck bis auf wenige Druckversehen sorgfältig. Kein Wasserzeichen.

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Ein1 Exemplar in der Stadtbibliothek in Bremen Sign. XII. 4 c. 168, von mir aufgefunden vgl. Ahd S. XV und XIX. 14 × 8·7 cm. Neuer gelber Leinwandeinband, besorgt durch Eckhardt in Bremen. Am Rücken die Signatur und Historie van C. Wagenaer, Discipel van D. Johannes Faustus in Gold gepresst auf grünem Hintergrunde, unten Manuscr. Schrank. Drei Vorsatzblätter, auf diesen die Signatur mit Tinte. Herkunftsvermerke: 1. Rückseite des Titelblattes alter Stempel der Bremer Stadtbibliothek, ein Doppelkreis, in diesem ein Wappen mit einem Schlüssel in der Mitte und der Inschrift: BIBLIOTH: BREMENSIS. 2. Ein Stück des alten Schweinsledereinbandes, am rückwärtigen Deckel befestigt, trägt die Bemerkung mit Tinte: Frederick lauaes deme || horth dijth bock tho wol ijdt || fijnt de geue ijdt eme wedder || vmme der gerechticheit wijllen || 1600 F L schräg gekreuzt2, unten von neuer Hand: Stück vom alten Einband. Bis

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auf das rechte Eck des Titelblattes und die Wasserflecken auf S. 15-50, 85-89 gut erhalten.

 

B. Delft o. Dr. 1607. 8o. Dat anderde deel van D. Johannes Faustus Historien, daar in beschreven wordt Christoffel Wagenaars, Discipel van Dr Faustus Leven, etc. Uit den Hoch-Duytsche overgesedt, ende met figuren verciert. 2 voll.1, so die älteste Erwähnung dieses Druckes, die mir bekannt geworden ist, in Prosper Marchand: Dictionaire Historique I 1758. S. 249 Anm. 25. Die Angaben bei J.G. Th. Grässe: Trésor de livres rares etc. 2, 558 und Bibliotheca Magica et pneumatica Leipzig 1843 S. 68 der Druck sei 4o, sind sicher falsch und beruhen auf Verwechslung mi C. Kein Exemplar nachweisbar.

 

C. o. O. u. Dr. Herdruckt in 't jaar 1608. 4o. genannt ebd. Ein Exemplar nicht nachweisbar. Wie mir Dr. G.J. Boekenoogen mitteilt, findet sich aber folgende Beschreibung in De Navorscher, T. XVI (1866), S. 338: Dat anderde Deel van D. Johannes Faustus Historien, daer in beschreven wordt Christoffel Wagenaers (discipel van D.

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Faustus) Compact dat hy met den Duijvel ghemaeckt heeft, enz.; met noch eene korte beschrijvinge van die nieuwe Inselen, enz., alles uit die naeghelaten Schriften van Christoffel Wagenaer genomen, ende in Druck vervat uit den hoochduytsche in onse Nederduytsche spraeck overgeset. Nu op nieu oversien, ende met Figueren verciert Anno 1608. Daselbst bemerkt der Anonymus V.D.N., dass er ein Exempl. des Buches kennt, beigebunden einem Drucke von: De Historie van dr. Joannes Faustus vom Jahre 1642, beide in 4o. - Die Nennung einer Ausgabe 1604 4o bei Grässe in Trésor etc. a. g. S. beruht zweifellos auf einem Druckfehler. Bemerkenswert ist, falls sie nicht auf Grässe: Trésor. a. g. O. zurückgeht, die Angabe bei F. Peter: Literatur der Faustsage 2. Aufl. Leipzig 1851 No. 125, dieser Druck sei auch zu Delft erschienen. Die Existenz wenigstens eines von den Drucken B und C ist, obwohl kein Exemplar vorhanden, nicht zu bezweifeln, denn Auszüge aus einem von diesen haben sich in der Antwerpener Bearbeitung E erhalten, vgl. darüber unten. Näheres über die Beschaffenheit und den Drucker derselben Ausgaben bei der Untersuchung der Holzschnitte im folgenden Drucke.

 

D. o. O. [Delft?] u. Dr. 1614. 4o. Schriftspiegel 15·2 (7) × 10·6-11·2 cm. = 43-45 Zeilen in zwei Spalten zu je 5·1 cm. Breite und einem Zwischenraume von 0·4 cm. Fünf Seiten Vorstoss, bloss signiert. 1 Bla. Titel: (in Umrahmung eines Bandornaments von 0·6 cm. Breite, das ein Viereck von 16·6 × 11 cm. bildet). Dat anderde deel/ vā D. Johannes Faustus Histo- || rien / daer in beschreuen wordt || Christoffel Wagenaers || (Dicipel van D. Faustus) Compact dat hy met den || Duyvel gemaeckt heeft / die welcke hem liet noemē || Auerhaen / ende hoe dat hy hem altijt inde ge- || daente van eenen Aep verscheenen is oock van zij- || ne Auontueren / die hy in zyn leuen bedreuen || heeft / ende wat hy voor een schricke- || lyck eynde ghenomen heeft. || Met noch een korte beschryuinge vā die nieuwe In || selen / wat daer voor luyden in woonen / watse voor Religie ende || Gods dienst hebben / ende hoe datse vande Spaengiaerts in || ghenomen zyn. Alles wt die naeghelaten Schriften van || Christoffel Wagenaer genomen / ende in Druck ver- || dat wt den hooch=

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duytsche in onse Nederduyt- || sche spraeck ouergesedt. || roher Holzschnitt 6·8 × 4·9 cm., in Umrahmung von schwarzen, dicken Linien sieht man Wagner in der Mitte von vier Zauberkreisen in spanischer Tracht um 16001 auf gespreizten Füssen stehen, die rechte Hand ruht auf der rechten Hüfte gestützt, die linke hält mit beiden Pfoten der ausserhalb des Kreises sich befindende Auerhan in Gestalt eines Affen. Nv op het nieu ouersien / ende met Fygueren verciert. || Anno 1614. || Rückseite leer. Bl. 2a. Door=rede aenden gunstigen Leser. Schluss 3b: Anno 1614. Überschrift: Door=rede. Folgt die Historie, 117 Seiten signiert und paginiert. Schluss Blatt 61b FINIS. und 2 Seiten Register. Zusammen 15½ 4o. Bogen mit A-M signiert und paginiert. Fehler in den Signaturen: anstatt Hiij > Hv, Iiij > Iv, kiij > Rv, in der Paginierung: 1-5 fehlt, dann 6, 7, (unbestimmtes Zeichen), 7, 0, 5, 0, 11, 0, 9, 0, 12-14, 0, 0, 0, 18, 0, von 19-118 (mit Fehlern 48, 45. 86 > 46, 54, 58), ob auch das Register beziffert war, ist wegen der Beschädigung in dem einzig erhaltenen Exemplar nicht zu entscheiden. Überschriften der Historie: Die Historie || van Christoffel Wagenaer (van fehlt auf 5a, 13a, 23n, 29n), des Registers: Die Tafel / oft Register / van (defekt), Schluss: Eynde des Registers. In diesem sind manche Blätterangaben für die einzelnen Kapitel falsch, wie Kap. I und XXVI nicht gezählt, für Kap. II Fol. 2 > 4, für III, V, VI, VII, VIII, X, XX, XXXVII, Fol. 3, 8, 9, 14, 19, 21, 52, 85 > 4, 4, 7, 7, 10, 12, 13, 50, 84. Typensatz: Antiqua und Fraktur verschiedener Grösse, Interpunktionszeichen: Virgula und Komma, Abkürzungszeichen gleich denen in A. Anfangsbuchstaben: zweifache Fraktur (eine geziert) und Antiqua zweierlei Grösse, auch am Anfange des Fraktursatzes, einmal inmitten des Kap. XVIII And S. 7924 vorkommend. Die verzierten Frakturinitiale sind denen in A ähnlich, jedoch mehr den im beigebundenen Faustbuchdrucke, siehe darüber unten. Verzierungen: 49 Holzschnitte, jeder mit Randleisteneinfassung zu beiden Seiten, damit er die Breite der ganzen Seite ausfüllen kann. Die Randleisten sind mit dem Bandornamente des Titelblattes identisch, ihre Grösse beträgt 18 × 4·8-5·3 cm. Am Schlusse des Regis-

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ters ein Linienornament in der Form eines Blattes 4·5 × 5 cm. Kein Papierzeichen.

Bevor ich an die Untersuchung der Holzschnitte trete, muss die Beschreibung des Exemplars unseres Druckes samt dessen Beibänden vorausgeschikt werden.

Ein Exemplar, neu von mir aufgefunden, im Besitze der königlichen Universitätsbibliothek in Marburg, Signatur auf einem weissen Schildchen am Titelblatte und Einbanddeckel XVI B. 181. Zusammengegebunden mit 1) Die Historie || Dan D. Iohannes Faustus / .... Holzschnit 6·8 × 4·9 cm. Faust im Beschwörungskreise vorstellend, Nu wederom op het nieu wt den Hoochduytschen || Exemplaer ouersien / .... ende met schoone Fi- || gueren verziert. o. O. Dr. u. J. 58 Bll. 4o. 2) D. 3) Beschrijvinge || Van || Virginia || Nieuw Nederlandt || etc. t'Amsterdam, By Iooft Hartgers 1651. 44 Bll. 8o. 4)STVCKEN || Gemencioneert in den Bhcorff || die vyde Edele Grootmoghende Heeren Staten Ge- || nerael .... niet || verboden worden / .... In s' Grauen-Haghe, || By Hillebrant Iacobsz 1608. 26 Bll. 4o. 5) Aen de || Achtbare ... edele ... Heeren || Burgemeesteren || Der Stadt || Amstelredam, ... Predicatien, ... o. O. Dr. u. J. 12 Bll. 4o. Titelblatt fehlt. 6) Amsterdams || Vuur-Praetje, || ... t' Amstelredam, || ... Claes Pietersz 1649. 18 Bll. 4o. in einem Pappeinbande des XVII. Jh. mit braunledernem Rücken. Auf dem ersten Buchdeckel in Gold gepresst; ACADEM. MARPVRC., auf dem ersten Vorsatzblatte sind von einer Hand des XVIII. (XIX.) Jh. die Beibände verzeichnet mit folgenden Bemerkungen: zu 1) und 2) ‘58 und 62 nachlässig folürte Blätter,’ zu 3) ‘diese Beschryvinge vä die nieuwe Inselen schon auf dem Titel des Wagenaer als Anhang ... etc.’ (Missverstāndnis des Lesers), zu 6) ‘Ein politisches Wirtshausgespräch über die damaligen Conjuncturen’. Bl. 1b des Faustbuches der Stempel der Marburger Bibliothek: schwarzer Kreis, darin: Bibliotheca Marburgensis. Der ganze Sammelband bis auf den Oberrand der zwei vorletzten und die rechte Seite der zwei letzten Blatter des Wagnerbuches, die ausgebessert sind, gut erhalten. Über die frühere Herkunft desselben fehlen alle Anhaltspunkte, er gehört aber zweifellos zu den alten Beständen der Bibliothek und dürfte vielleicht

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nach 1655, als mehrere Professoren und andere vornehme Personen der Bibliothek Geschenke überwiesen haben, geschenkt worden sein.

Aus den erwähnten Holzschnitten insgesamt 49 an der Zahl, sind 29 je einmal im Texte verwendet, der Rest zerfällt in solche, von denen 3 je zweimal, 3 je dreimal, 1 je fünfmal wiederholt sind. Von diesen sind auch 2 je einmal, 1 je dreimal, 1 je zweimal in dem beigebundenen Faustbuche benutzt (Holzstock derselbe)1. Von den 29 je einmal gebrauchten kommen im Faustbuche 8 vor-so, dass die Zahl der im Wagnerbuch allein verwendeten Holzschnitte auf 21 sich belauft2. Von den 8 im Faustbuche vorkommenden wiederholen sich 3 je einmal, 3 je zweimal, 1 je dreimal und 1 je achtmal.

Bei der Beschreibung der Holzschnitte muss ich von der Besprechung eines jeden absehen, denn das würde zu weit führen. Hervorgehoben sei nur das Typische, was einige Schlüsse auf die Beschaffenheit der verschollenen früheren Ausgaben der niederländischen Faust- und Wagnerbücher und deren Offizinen ermöglicht.

Von schwankender Grösse 6·6-6·8 × 4·8-9 cm. stehen sie alle in dicker, gewöhnlich einfacher, (fünfmal doppelter) Linienumrahmung und Zierleistenumfassung in dieser Reihenfolge: 1)3 am Titelblatte 2)

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II wiederholt IX, XXIV = A IX, LXI, LXVI. 3) III. 4) IV, VII, VIII, XXIII. 5) V = A I, XLI. 6) VI= A LXV. 7) VI (2420). 8) VII (3010). 9) VII (3230), XV. 10) VIII (350), XVIII (6815), XXV = A VI (219), XXIX (7222), LIII, LV. 11) X. 12) XI, XXXIV. 13) XII (4525). 14) XIII (4818). 15) XIV (4918). 16) XVI (5618). 17) XVI (5930), XXXII, XXXIX = A XXVI. 18) XVII = A III, IV, XII, XIII, XVI, XIX, XXVII. 19) XVIII (7923). 20) XIX = A XLIV, XLVI, LIII (des Faustbuches C vgl. A. S. 151). 21) XIX (8220). 22) XX, XXVI = A XLV. 23) XXI (887) = A XXXIX. 24) XXII = A XXV, XXXVII. 25) XXVII. 26) XXVIII. 27) XXIX. 28) XXX. 29) XXXI. 30) XXXIII. 31) XXXV. 32) XXXVI. 33) XXXVII (13917). 34) XL (1546) 35) XLI (1620) = A XXIII, XXX (7310). 36) XLII. 37) XLIII. Unter diesen sind No. 10, 18, 20, 35 sicher, 51 vielleicht nicht für das Wagner- sonder Faustbuch und zwar für A VI oder LIII, III, XLIV, XXIII geschnitten worden. Dagegen kommen in dem Faustbuche VIII, XLII, und XLVII drei Holzschnitte vor, die ursprünglich für das Wagnerbuch XXXV (And 1267), XXX (11414), XXVI angefertigt worden sind2. Im allgemeinen sind alle roh ausgeführt, es lassen sich aber zwei Hände unterscheiden, die eine schnitt für das Faust-, die andere für Wagnerbuch. Die erste ist gewandter und zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie die Schraffierung mehr beachtet und die Umrisslinien genauer und besser zieht, manche Stellen auch ganz schwarz lässt und mehr Gestalten vorführt, die schlanker sind. Von den mit dem Inhalt des Faustbuches allein im Zusammenhange stehenden Holzschnitten sind jedoch diejenigen, die die sogenannten Erfurter Kapitel3 illustrieren, von

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der zweiten Hand, die für das Wagnerbuch gearbeitet hatte, geschnitten und darunter scheint sich nur der Holzschnitt vor A LV S. 156 ‘Een Monnick wilde D. Faustus bekeeren’ in der Technik der ersten Hand zu nähern. Alle die angeführten Beobachtungen lassen folgende Rückschlüsse zu: 1) Alle Holzstöcke wurden schon früher benutzt und zwar bei der Herstellung zweier 8o Ausgaben, für die sie ursprünglich geschnitten worden sind, dann aber für zwei spätere 4o Ausgaben, für die sie schon zu klein waren und um die ganze Seitenfläche auszufüllen zu ihren beiden Seiten Zierleisten bekommen mussten, die in keinem Zusammenhange mit den Holzschnitten selber stehen. 2) In den 8o Ausgaben kamen die Holzschnitte noch gesondert vor, d. h. die für das Faustbuch geschnittenen im Faustbuche, die für das Wagnerbuch im Wagnerbuche. In den folgenden 4o Drucken ist der Zusammenhang der Holzschnitte mit dem Texte verloren gegangen und die Holzschnitte des Faustbuches gingen ins Wagnerbuch über und umgekehrt. 3) In der 8o Ausgabe des Faustbuches waren die Erfurter Kapitel ohne Bilder bis auf den Holzschnitt vor A LV S. 156, der aber auch dem zweiten Schneider zugeschrieben werden kann - also entfällt. Falls sie aber mit Holzschnitten versehen waren, so mussten die Stöcke derselben inzwischen zerstört oder verloren gegangen sein und der Holzschneider, der für das Wagnerbuch arbeitete, hat sie durch neue ersetzt. 4) Zuerst wurden die Holzschnitte für das Faustbuch, dann für das Wagnerbuch geschnitten, daraus erklären sich die Anlehnungen der letzten an die erste. Halten wir jetzt damit die Angaben über das Vorhandensein einer Ausgabe des Faustbuches Delft 1607 8o met figuren verciert und der Ausgabe B des Wagnerbuches zusammen, so ergibt sich mit grösster Wahrscheinlichkeit, dass die oben bei 1) genannten Drucke mit diesen sich decken und identisch sind, denn Andeutungen über andere 8o Ausgaben, die mit Bildern versehen waren, sind nicht bekannt. Was die Bemerkung unter 2) anbelangt, so würde ich diese auf das beigebundene Faustbuch und den D Druck beziehen, obwohl im vorhinein die Möglichkeit, dass darunter das Faustbuch 1608 o. O. 4o

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und das Wagnerbuch C zu verstehen sind, nicht abzulehnen ist. Die nächste Folge davon wäre, dass unser Druck D und das beigebundene Faustbuch auch zu Delft erschienen sind1.

 

E. Antwerpen, Weduwe van Hendrick Thieullier o. J. [nach 1728]2 12o. Schriftspiegel 10 × 5·8 cm. = rund 30 Zeilen. Zwei Blätter Vor-

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stoss mit A2 signiert. 1 Bla. Titel: HET VERMAKELYCK LEVEN || EN DE SCHROOMELYCKE DOODT || VAN || Christoffel WAGENAER, || DEN VERMAERDEN TOOVENAER || Den welcken D. FAUSTUS zynen Heer en Mee- || ster verre te boven gegaen heeft, in alle soor- || ten van aerdige konsten ende Boeveryen; die || hy door hulpe des duyvels gedaen heeft. || Kupserstich in Linienumrahmung 5·8 × 6·8 cm. (rechter Rand beim Einbinden weggeschnitten) stellt dar karrikaturmässig einen kleinen, huckigen, wohlbeleibten Mann in Seitenansicht mit grossem Kopfe nach rechts gewendet, mit langem Haar, stumpfer Nase, glatt rasiert und grossem, breiträndigem Hut mit einem Band und zwei Federn, am Hals eine Krause, an der linken Seite das Schwert, eine Guitarre spielend und tanzend. Im Hintergrunde rechts tanzen drei Männlein, zwei davon gegeneinander gewendet, eines hebt die linke Hand, in der es etwas hält, das dritte mit ausgestreckter Linken. Dagegen links noch ein viertes, das barhauptig ist und vorwärts eilt1. || men vindtse te koop; || t' antwerpen, By de Weduwe van Hendrick || Thieullier, in de Wolstraet. || b zwei Holzschnitte. Erster 5·8 cm.2 in Linienumrahmung. Wolkiger Himmel als Hintergrund, darauf ein Medaillon, darin der Sonnengott als König im Panzer mit Krone und Zepter, von den Ärmeln fallen herab Bänder, die im Winde flattern, zu seinen Füssen ruht ein Kopf nach oben gekehrt, mit ausgestreckter Zunge. Um das Haupt des Königs Strahlen, vor ihm die Sonne. Zweiter 5·4 × 2·9 cm. klein und hübsch, einen See darstellend, auf diesem ein Kahn mit einem rudernden Manne, der rechts am Kahne steht. Drinnen im Kahn eine lus-

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tige Gesellschaft von drei Männern und einem Weibe, welches mit den zwei Gesellen sitzt, der dritte steht in der Mitte und spielt Flöte, von den zwei übrigen spielt der eine Zitter, der andere hilft beim Rudern. Links am Seeufer ein Baum, im Hintergrunde eine Stadt mit Türmen und Gärten, die sich im Wasser wiederspiegeln. Bl. 2a voor-reden. Überschrift dieselbe, b Schluss: vaert wel. Folgen 49 Blätter von Het vermakelyck Leven etc. 1 Blatt Register und 2 Bll.: Toemaetien, die eigentlich zur Historie nicht gehören. Schluss: aVXILIVM sVIs DeVs. (Chronogramm für 1583), Eynde. Überschriften: HET LEVEN VAN || CHRISTOFFEL WAGENAER. (fehlt auf Bl. 3a, weil an dieser Stelle eine Zierleiste sich befindet und auf 30b), TAFEL., TOEMAETIEN. Zusammen 54 Bll. = 4½ 12o Bogen, mit A2-E2 signiert und bis auf das Register und Toemaetien (d. h. Zugabe) paginiert. 24 Kapitel sind mit § und Zahlzeichen versehen1. Kustos fehlt bloss auf S. 28. Typen: zweifache Fraktur, die erste Blackletter für die Stellen, die eine Ansprache oder Gespräch enthalten, die zweite, die die Züge einer Handschrift nachahmen soll, für den Vertrag Wagners auf S. 15-16, Antiqua und Italique verschiedener Grösse verwendet. Als Ansangsbuchstaben Antiquamajuskel. Zwei Fufsnoten, S. 32 zum Kap. §. 11 Rader. in Bav. pia. fol. 110. und S. 86/7 Lib. 18. Histor., Lib. II. Cap 1. Interpunktionszeichen Komma, bei den Blacklettern Virgula. Ausser den drei beschriebenen Holzschnitten ist der Druck noch mit zwei doppelten Kopfleisten ausgestattet, auf Bl. 3a vor dem Anfange zu je 2·8 × 1 cm. und 52a vor dem Register zu 2·8 × 0·6 cm., durch zwei Punkte in der Mitte verbunden. Die Hälfte der letzteren noch vor dem Toemaetien. Am Ende von §. 7. Bl. 11a zwei Engelsköpfe. Exemplar auf der Königlichen Bibliothek in Berlin, zuerst erwähnt bei F.H. v. d. Hagen, Germania VI. S. 308. Anm. Zusammengebunden mit Historie || van Jan Faustus || grooten || Tooveraer || etc. t' Amsterdam. || By Jean de Nivel, ... 1728 12o 104 Bll. Brauner, alter Ledereinband XVIII. Jh. Beim Einbinden wurden Bll. 1, 6, 7, 9, 30, 42 zu stark beschnitten. Am Rücken in Gold

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gepresst auf rotem Grunde: FAUSTUS EN WAGENAE, unten die Signatur Na411, drinnen am ersten Einbanddeckel ein Exlibris-Wappen: auf grünem Bodem eine Taube mit Ölzweig im Schnabel, Kleinod: dieselbe Taube auf abgekapptem Baumstamm, oben die Inschrift: IOHANN. CARL.1, sonst noch einige Bleistiftbemerkungen moderner Hand, wie R. 4886, Magia. Seit Jänner 1823 gehört der Band der königlichen Bibliothek an, und ist damals aus dem Nachlass des Geh. Justizrates, Professor Dr. Johann Joachim Eschenburg in Braunschweig † 28. II. 1820 erworben worden. Eschenburg bekam ihn in seinen Besitz vielleicht erst nach 1799, sonst würde er in seinen Denkmälern altdeutscher Dichtkunst, Bremen 1799 S. 397 bei der Priamel über die Schönheit der einzelnen weiblichen Körperteile aus verschiedenen Ländern den Hinweis auf das Gedicht And S. 19021ff. nicht unterlassen haben.

Verwandtschaftsverhältnisse der Drucke und Lesarten.

In den Drucken, die den Text unseres Volksbuches überliefert haben, lassen sich drei Gruppen unterscheiden und zwar: die erste durch A2, die zweite durch BCD und die letzte durch E vertreten. Da

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von der zweiten vorläufig nur ein Druck bekannt ist und die Angaben über die anderen ungenau sind, so muss die engere Bestimmung der Verhältnisse dieser sowohl zur ersten wie auch letzten ziemlich unsicher ausfallen. Im allgemeinen unterscheidet sich die zweite von der ersten dadurch, dass sie eine Revision des Textes bietet, der Text nämlich von D zeigt mit A verglichen einen viel näheren Anschluss an die Vorlage von And. Das erkennt man schon an dem Titel, der in A: Die Historie Van Christoffel Wagenaer etc. lautet, in B-D dagegen: Dat anderde deel vã D. Johannes Faustus Historien etc. gleich der Vorlage: Ander theil D. Joh. Fausti Historien etc. Aber über den Zusammenhang der Drucke innerhalb dieser selber lässt sich schon kein sicheres Urteil fällen, was auch nicht ohne Einfluss auf das Verhältnis der ganzen Gruppe zu A, wie auch zu E bleiben kann. Das ist aus folgendem zu ersehen. C und D bezeichnen sich als Nv op het nieu ouersien, ende met Fygueren verciert, welche Angabe bei B fehlt. Angesichts dessen wäre zweierlei möglich, entweder ist diese Angabe in dem uns bekannten Titel von B wegen ungenauer Wiedergabe desselben ausgefallen, oder es ist im Innern der Gruppe selber noch eine zweite Revision vorgenommen worden und dieselbe hätten wir dann in C und D erhalten. Das erste scheint mir wahrscheinlicher. Falls aber die genannte Bezeichnung in B. wirklich nicht vorhanden war, so könnte diese neue Revision sehr leise oder bloss auf dem Titel gewesen sein, um den neuen Druck dem Leser als etwas Neues zu empfehlen, weil die Teile des Textes, die in E erhalten sind und nicht auf D, sondern auf einen früheren Druck, also auf B oder C zurückgehen müssen, fast keine bedeutenderen Abweichungen

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von D aufweisen. Die letzte Gruppe mit dem E Drucke zeigt einen sehr nahen Anschluss an die zweite, indem sie an mehreren Stellen mit D übereinstimmt. Das beweisen z. B. die Lesarten, 1620, 195, 4510, 12, 4711, 589, 631 (E toebehoort) , 15, 23, 642. Jedoch ist E nicht in erster Linie auf D zurückzuführen, wie das z. B. aus Lesarten wie 1638, 16521, die er mit A teilt und die ihn zwischen A und D stellen, mit voller Gewissheit zu ersehen ist, sondern auf B oder C. Von welchem der letzteren aber er abgeleitet ist, lässt sich wieder nicht aussagen, da alle Angaben über die Textunterschiede dieser Drucke voneinander fehlen und auch nicht erschlossen werden konnten.

Ich lasse nun nach einer kurzen Besprechung der Revision der zweiten Gruppe ihre wichtigeren Abweichungen von A folgen1. A hat sich bei der Übersetzung seiner Vorlage (ausführliches darüber unten S. 228) sehr genau angeschlossen. Die Revision ist nun in diesem Bestreben noch weiter gegangen2, indem sie die betreffenden Stellen, an denen noch in A eine Abweichung von der Vorlage zu bemerken war, genauer ins Niederländische umgeschrieben hatte3. Ausserdem waren noch öfters das Meiden einer beträchtlichen Anzahl von Ausdrücken, darunter z. B. ‘quaed’ und einige Änderungen des Sinnes, diese gewöhnlich ins Schlechtere, zu beobachten. Die Arbeit dürfte der neue Drucker selber, aber sicher nicht der Setzer geliefert haben und ich lege sie vor in folgender Zusammenstellung der Lesarten aus D, wobei Unbedeutendes, wie z. B. unter anderem

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die Zusammenziehungen datse, dattet, datter, watter u. a., die Graphik, Interpunktion, sofern der Sinn dadurch nicht angetastet wird, auch die Wortfolge, wo die Änderungen gering sind, nicht angemerkt werden1.

31 gunstigen 4 grimmende > brijeschende 41 Also > Desghelycken, - met 5 daer > waer 7 midts. 8 getrouwe 9 den 10 onthouden 12 Verdoemenisse 14 van de > die 29 verderf 31 - Vader 51 die > den 2 - Ende 4 ende > oock 9 - so 10 = 1 15 van noode 31 = 9 6 17 - dat 10 is > in 20 hy neemt 23 des nachts 26 persoon 71 gelijck > als 8 dat 12 - oock 16 = 52, doen creech hy zijn 10 ten > het 24 beschreuen 30 inde, = 412 810 vermijden 15 - Averhaen 22 1614. 91 Het Begin der Historien van Christoffel Waghenaer / D. Johannes Faustus famuli / 3 die > welcke 4 Fausto 16 Bedelen 17 = 617 19 is 25 - het 27 - Hy 104 = 712 6 lestelick 11 - niet en, - de 12 al onser 15 en verstaen 16 vange 17- om 18 - Listighen 19 v > hem 20 - moghen. 21 D. 22 crijgen 116 = 927 14 - D. 23 - selue, Johannes 27 - en 122 verachten 3 hem > sich 8 = 3 16 men 18 neemt, = 52 13 schrift 20 hy doet 21 terstont toe 138 een sweert > Sweert 17 = 925 23 en sach 25 = 52, het nieu 148 henen > her 10 = 41 23 hy > het 24 wederom 153 Het > dat 5 = 52 7 = 617 11 en can wt gesproken worden 14 = 1127 19 doen > als 161 Scheure henen 2 - swarte, sommighe > etlicke 10 weder 23 ende die > ofte 27 ende > ofte 20 = 1127, Meysterstuck 175 - wt 13 - seer 15 = 50 10 = 1011 20 = 712 182 = 1127, by > tot, = 52 6 - des 7 slapen 8 hy stont > stont 12 eynden. 13 van > aen 17 stijff > seer, = 617 20 - als 195 ghebroken hadde, ende hem 15 = 1120 201 = 1127 3 - maer ... ben 11 = 52 213 = 617, - die 5 = 1127 13 - waren 26 - te maken 224 daer toe > in 15 van > af25 Tempels > Exempels 26 = 59, die > den 28 = 52 232 Sulcke 6 den > die 247 Veerssen 10 misbruycken. 16 quaden > boosen 22 = 52 251 gereedt > veerdich 12 = 59 22 boose 25 Wangheloove 27 - worde 264 = 1127 5 = 2525 11 = 1127 16 sy die 18 Lijf. 22 eene 28 den anderen 274 = 2522 8,8 door > voor, van haerder 15 by den hoogen 283 = 617 5 dattet > het 10 so quam 16 = 5 2 20 ghedaen hadde 2911

[p. 219]

= 41 10 stellen > richten 22 Predicanten 25 Vermaninge > Predicacien 30 - geworden 21 = 59 3011 - wel 13 = 1127 14 = 52 17 Cyrkel > perck 10 - so groot 24 - ten lesten 25 = 925 20 stiet > drongh, wt > ouer 312 gheheel 6 = 116 0 = 116 11 = 50 12 Hemel ende aerde ende 16 verstroyden 17 scherpe > spitse 21 haer > sich 20 verswon dit > verloor sich 30 altemael > al, het > dat 324 = 59 8 = 52, ondertusschen 14 - Ick begeere 10 - tot 20 - maer 24 Aep > Gheest 25 = 52, 28,30 = 52, = 927 334 = 3224 16 = 617 17 - Faustus 20 en hadde 21 hebben > syn 31 = 59 348 = 617 12 - voort 15 neemt 16 dat > het 10 seer > wel, = 927 21 = 52 22 = 1127 23 by het hayr 24 voerde hem > voer 20 = 52, beloofde den Duyvel 30 Averhaen > den Gheest 350 handt 10 kennelijck > kondt 22 sulckx 23 ende hebbe > so heb ic 29 - verschijnen sal 361 van 13 = 617 3725 u nu, mach > sal 28 - v 20 = 2522 381 gehadt > genomen 2 en hebdy > zijt ghy 4 geleert is / dan 7 = 1127 17 = 1510 25 sal > is 29 hem > sich 31 - om 391 - te 4 ende een 9 Jaer af 11 genade > gracy, hier van doe 14 daer toe brenght / tot die Tooverkonst 15 = 52 21 dan > als 23 so > als 4012 handen > banden 19 = 52 414 - van hem / so 5 verblijde > vervreuchde 7 = 927 9 Christoffel Wagenaer richt te Halberstadt een wonderlick Avontuer aen met een Maecht. 15 - sadt en 18 niet nae, = 50 10 = 617 30 haer > de 421 - ende seyde 2 vercken > duyvel 3 rontsom 4 - Die Weerdinne ... Hondeken 6 mans dinck 7 - nv 21 = 52 24 - daer na 28 - alle, verberchden 43 6= 617 21 wilt te kennen 22 ende hoe 23 = 617 24 datse > die, = 285 29 - anders, Hemels loop 31 wel > eenich 4410 hy sach 11 comt 13 = 1127 16 Maer > ende 18 alsoo 20 togen > trocken 21 dewijle dattet > alsoo het 22 - daer 24 - Christoffel 26 - dien 28 ghestalte 31 = 3829 453 - twee 4 = 4424, ab aen 10 Hebreusch ende Griec- 12 = 4424 13 - gheest 14 euen > ghelijcke 16 = 3820 22 = 52, = 4424 28 - hen, - sy 468 = 15 19 8 man > Ghesel 9 hem > doen 10 = 927 13 dat sy > sy 18 die 20 = 4424, sprack 28 = 4424 472 hy > die 4 = 927 11 schreyen 12 daer by, loopen 10 yeder 24 - Jode 23 hy > ende, Ouden Rabbi > anderen 28 = 52 27 = 4424 481 - Hoe 2 daer 7 tappen > brengen, het welcke > dat 13, 24 = 4424 28 = 427, = 58 4916 het > dat 23 ende > die 24 zijn > bennen 26 = 4424 29 spot > geck 5022 hy riep 512 = 3416, gewilt > gehadt 5 - also 13 - daer toe / sy 15 wert > gaf 17 = 4424

[p. 220]

28 men 5214 Desgelijcx 14 - nv ... is 16 nv > voor ooghen 23 soude 26 sulcke 27 aen > op 531 - een 4 = 4424 5 - vast 7 woonender 8 kenschap 11 = 1127 20 elck 30 bepraten > bekalden 5412 = 52 20,22 = 50, nijdich > heftich 555 - af 6 en soude, eender 0 t' huys > hem 0 vrouluyden 11 ende aten 13 - allen 16 = 427, = 59 567 = 4424 10 = 59 12 = 481 19 de > het 20 = 52 21 - iamblichi 28 - te, = 4424 5711 seyde 28 Kind begonste 29 den Cop 30 - t' Kint weder 582 - noch, maer > ende 0 - daer van 16 ende > om 20 dauerde > schudde 595 ende > die 8 met > in 10 - staen 30 eenich > een 601 weder 4 dat ghesicht ende gehoor 9 = 4424 18 hebben 18 - daer mede 21 so > doen 24 - lanck 612 = 4424 6210 waerachtige, haer > se 631 hoort 15 Mercurialischen 22 den > die, in 642 Soo werpen zy 8 op > om 12 = 52 18 ghebousel omsmijten 31 Saturnus > de .illustratie. 651 Mercurius > illustratie 9 = 52, haer > hen 10 = 1123 18 - Averhaen 6626 daer eenen 674 - of 5 = 4424 29 = 52 684=4424 9 - dan 15 = 617 22 = 4424 27 = 1127 28 haer > het 29 = 582 699 = 617 16 in > wt 18 = 52 700 = 1127 10 = 617 22 sommige > vele 20 - om 715 Boeck. Libr. int 9. cap. 18 is > syn 7221,23 = 52 26 want > dan 734 seltsame wonderlicke 10 dry Cantighen 743 Ende ten 15 geleder 17 gheleder 751 Want > dan 3 = 925 8 = 712 769 - die 10 inden > in het 12 ghelederen 17 alsser > daer 10 = 7 12 7813 - de 7925= 59 26 waerachtighe 812 - is 841 nament 85 11 = 52 16 eenen ghantschen 19 - op 24 - Ouden 26 den seluen > hem 21 Maer > Ende 860 = 1127 9 Meester > daer M. 10 met gesel 888 te > wou 891 verghelijcken 2 = 4424 4 = 50 13 tweden 15 hadde > was 23 = 52 24 haer > hem 25 Maer > Want, = 4424 902 - dan 3 - als 4 - wederom 6 - al 0 Ende > Maer, = 4424 14 dese > welcke, - met namen 16 - sy 18 - die 21 door > in 24 = 1519 9122 sprekende 9214 die sake / ende > den sekeren 19 - af 941 = 52 13 = 1127 967 = 59 9717 - te 24 heet > het 9922 = 617 1002 = 712 25 - dan 1025 - in 11 haer > sich 10327 daer beneden 10415 prophecien 26 de selue > den 1052 maken > doen 13 - die 10623 - drie 10713 rinc > crinck 32 - hadde 10823 - sy 11030 vande 11224,26 Oraniappelen 11315 - welcke 27 = 11224 11422 - af .... niet, af > van 11714 = 1127 27 - haer 11816,21 = 5 9 20 die > der 1212 = 902 11 sonderlijck 18 - nv 18 sy zulcx > sijt 13 moddige 24 als het 26 daer ontrent > daerom 1225 = 1123 7 veel 10 = 4424 14 jongen 15 - Muller 16 - dat

[p. 221]

selue 20 versch > eerst 22,20 Cop > hooft 24 maer > dan 27 = 59 28 dat > het, = 4424 12315 = 4424 21 = 481 28 - wederomme 26 = 1127 27 - als, verwonden > vernoemden 28 - ende verbinden 29 welcke een seer groote 1241 desen > den 5 = 1212, = 1127 8 also nae 13 meesteren > heelen 17 - also, - ende ghecken 10 = 6518, Afscheydt > afspraeck 21 = 4424 25 dickmaels 26 daerom > om 1258 = 1127 11 = 4424 12 die antwoorde, = 12118 18 = 12426 18 = 56 20 en mach 21 - also 36 hebben > lyden, - sult ghy 12615 gemoets 17 nieu gevonden 18 eens in 25 = 52, = 4424 1271 auondt 2 neder > leege 3 = 52 4 ende als schier 6 = 4424 9 - welcke 26 als > is 29 die > sy 30 schaeuen 1282,4 = 1127 3 wijt van > rontom 5 Daer 25 - de 20 = 1212, altemael 20 - door 1292 - neder 13 wort > is 15 - de 28 Paicchas 1308 hare > sy haer, Peck > cool 12 - doet 31 - daer van 13110 = 1127, nimmer 13 Ende als de, comende > quamen, = 59 15 besoecken 16 vant 27 nv ter tijt > rechte voort 28 - niet, = 1127 1326 ende > met, - des 20 - so veel 30 - om 1333 - seer, want > maer 5 = 59 10 - eenich 13 - en willen 17 wesen > zyn 18 = 9717 22 welcke > dien 26 - des 29 - ende dat 31 - van 1343 - die, - de 8 = 12118 9 dan > so 13 alsoo 20 gelijck te > als 23 - Sy 28 dan > maer 1357 - ende .... Trechter 10 - den 13 = 59 14 dan > als 16 etlicke 18 = 1127, - comen, = 52 20 - maer 21 - gheen 23 haer oock 26 - hem 28 wanneer > als 1365 voorkens 8 - toe, Wanneer > als 11 wanneer dat > als 19 = 8 25 = 59 26 = 52 20 - daer 13712 = 59 15 zijn > is 20 dan > Als 22 - een 23 = 13715, = 52 24 gelyck, = 12222, ende het 27 by > seer 28 = 712, die oock 1388 - ander 10 = 13528 11 - by 13 = 13722 20 Christoffel Wagenaer vaert in 22 = 6518 20 = 13528 20 het daer 31 = 59 1393 - den 14 de > welcke 15 = 52 17 dese Insel 20 die eeten 1401 dat crijgen 5 = 4424, so sach 11 so > hoe 17 al te hoop 20 steenderen 22 = 52 1417 vertaelen 12 = 4424 21 Ende ten, ende die 22 - Fraye 24 seer goede 28 swanger 31 = 52 1421 het seer 2 = 52 7 seerder, dan > als 9 = 7 10 = 12118 13 - Plaetse 17 can > mach 19 deel > veel 20 - henen 1437 inde 27 hadde die Salicheyt 28 - van 30 die Wet > het Gesedt 1442 = 59 4 afstaen 9 = 1121 1456 seer haest 14 wt genomen 14614 = 59 17 - hier te Lande 18 dit > die 25 die > der 31 = 617 1475 - Wanneer 14, 18 = 1127 17 die hebben 20 = 13528 28 Coöpmanschap 27 ghelyck als 28 zyn omtrent 29 - ghebleuen 1482 = 13528

[p. 222]

15 - tot 18 als eenen, = 52 21 ende alderley > oock alderley, = 52 14920 coemt 20 - ofte Eylanden 1501 - wel 6 oft > ende, = 52 7 - Ferrea 8 6 > 5, 6 Forte 7. Ventura 10 - sy 11 = 52 16 - die 29 nabueren 31 druppel > drop 1516 werf > mael 15211 - van 15424 Suntcat 1559 Costelick > Meesterlick 21 Terwijlen > so 28 geveerlick 15714 spracken 16 = 1127, = 712 31 = 12118 15819 - dat en was 15920 - ende .... haer 1638 Lorarij 16521 - zwart ... een 1666 = 52 7 - seer 15 waerom 16 toornich > quaet, - in synen moet 22 doen > doch 25 - al 27 Cranck 28 ende hy was so 1673 = 481 6 - treflijck 15 - daer 16 kenschap 17,30 = 4424, 1683 - op 5 ende > so 7 = 12118 10 Spaengiaert > Heer 11 - haer 20 - weder 28 Desen eenen 30 summe > stuc 17010,11,17 - hem 14 = 52 16 = 59 27 betreffen 28 Aldus soo 30 - wederom 1728 die > haer 13 = 1218 24 - hy 28 = 4424 29 by > handen 30 = 17010 1734 = 617 6 als hy 7 = 4424 8 - den geest, doch noch 22 - v 1743 = 617 7 Eynde > lesten 17 = 59 20 gelijck sulcx 1751 = 12118 6 - Johan de Luna 21 - daer na 25 gantsche 28 = 52 1761 = 59 9 - seer 16 - sal 17 Hier > Daer 10 - ooc seer 23 - hy 29 boosen 1777 so quamen 1782 wil my 7 - Hier... wagenaer.

Neudruck.

Zugrunde liegen meiner Ausgabe die Drucke A und E. Der letztere wurde nur in Auszügen mitgeteilt, dagegen in der Beilage II genau untersucht - so, dass der Abdruck des Ganzen überflüssig erschien. Die beiden Texte sind in Graphik und Interpunktion möglichst getreu wiedergegeben. In dieser Hinsicht ist von den im Heft I dieser Sammlung auf S. 89 angegebenen Regeln abgewichen worden1. Geändert habe ich:

Der in A mit Fraktur gedruckte Text ist in Antiqua gesetzt, den anderen Heften dieser Sammlung gemäss2, deswegen mussten auch die Unterschiede von r r, s s entfallen. Die Virgel ist durch Komma

[p. 223]

ersetzt. Abkürzungen wurden aufgelöst. Überschriften und Signaturen sind ausgelassen und bei der Beschreibung der Drucke behandelt. Die Seitenzahlen des Originals sind in Klammern in den Text aufgenommen. Die Worttrennung am Zeilenende, durch - oder überhaupt nicht angedeutet, blieb unbeachtet. Offenkundige Druckversehen wurden beseitigt. Diese sind: 38 geuen / 9 aenslagen) 237 fuerit, 2625 Mincralien 2830 Rocheren, 3212 endt 4627 twaef 5420 to 5621 orphei. 5730 hefteut 6611 wlcke 686 sonder 752 Centento 771) >, 825 somtijs 885 Padna 9020 ta'llen 9620 gebrnycken 11130 gevangen 11223 waren, 11715 wderom 16513 doodeu 17410 Pans 18521 vertreeken 18710 hnys 18921 Margarera 32 Bolwerkeu.

Untersuchung.

Deutsches Wagnerbuch.

Nach den Erörterungen über die Überlieferung wollen wir uns der Beurteilung des Überlieferten selber zuwenden und schicken zunächst einiges über das deutsche Volksbuch voraus1.

Sechs Jahre nach dem Erscheinen der Historia vom Dr. Johann Faust tratt in Deutschland o. O. und Dr. ein Büchlein ans Tagelicht, welches sich auf dem Titel als zweiter Teil der Historia bezeichnet und die wunderbaren Schicksale seines Famulus, Christoffel Wagner behandelt. Es ist auch eine Fortsetzung der ersten zugleich aber ihre Nachahmung. Schon im Texte des Faustbuches waren Keime zur neuen Historia vorhanden und der neue Verfasser brauchte sie bloss aufzugreifen und weiterzuspinnen. Es waren die Nachrichten über die früheren Schicksale des Famulus Wagner, seine Vorliebe für das Zauberwesen, Verdienste um Dr. Faust und dessen Lebensbeschreibung und Fausts Vermächtnis2. Das war das ganze ‘sagenmässige’

[p. 224]

Material, das er schon in der Historia von Dr. Faust benutzt vorgefunden und welches er in sein Büchlein aufgenommen hatte. Denn von der Entstehung einer Wagnersage im Zeitraume von 1587-93, wie das Reichlin-Meldegg1 annimmt, kann nicht gesprochen werden, da alle Zeugnisse dafür fehlen und die neu hinzugefügten Züge, die wir im Wagnerbuche finden, sich beinahe alle im grossen und ganzen auf benutzte Quellen züruckführen lassen.

Dem unbekannten Verfasser, der obzwar ein Protestant, jedoch mit seinem Büchlein keine Tendenz verbindet und sich geradezu vor dieser ausdrücklich verwahrt wissen will vgl. And 17724, lag in erster Reihe das Faustbuch selber vor und zwar in den Drucken B und C. Diesen verdankt das Wagnerbuch eine Anzahl von Motiven, die entweder ganz oder miteinander verbunden und kombiniert Aufnahme gefunden haben. Es sind grösstenteils Schwankmotive, enthalten in den von Wagner verübten Streichen. Nur einiges wenige darunter ist einer anderen Quelle und namentlich den Schwanksammlungen des 16. Jh. entlehnt. Den magischen, kosmographischen und historischen Gelehrtenkram, der in derartigen Produkten nicht fehlen durfte, verdankt der Verfasser den Werken von Cornelius Agrippa von Nettesheim: De occulta philosophia2, Libri Arbatel Magiae3, Bodinus: Daemonomania4, Georg Pictorius: De speciebus Magiae

[p. 225]

ceremonialis1, Wierus: De praestigiis daemonum2 und Pseudomonarchia daemonum3. Die astrologischen Zusammenstellungen wieder auf And S. 75 begegnen oft in den populärastronomischen Schriften und Kalendern des 16. Jh. Beim Ersatze für die Reisekapitel des Faustbuches vgl. A S. 54-71 hat der Verfasser des Wagnerbüchleins einen guten Griff bewiesen, indem er dem damaligen volkstümlichen Leserkreise, der sehr reiselustig war, eine Beschreibung von Lappland und Amerika gebracht hatte. Diese hat er herübergenommen aus dem Werke: La Historia del Mondo Nvovo di M. Girolano Benzoni Milanese 1565, das öfters erschienen ist und in mehrere Sprachen übertragen wurde, was von der Beliebtheit dieses Buches zeugt4.

Damit wäre auch der Inhalt des ganzen Büchleins erschöpft. Neues hat es sehr wenig gebracht, das Gebrachte aber entsprach den Wünschen des damaligen Lesers, bei dem es einen grossen Erfolg gehabt

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hatte. Elf Drucke1 sind noch im Laufe der letzten sieben Jahre des XVI. Jh. erschienen, eine beträchtliche Zahl, die sich den sechzehn Faustbücherdrucken2 wohl an die Seite stellen kann. Der Text hat 1594 eine Revision erfahren um aber weiter bis 1712 nicht mehr geändert zu werden, denn aus dem ganzen XVII. Jh. ist kein Druck mehr bekannt3. Erst die Ausgabe Berlin bei Johann Andreas Rüdiger 1712 ist mit einer neuen Vorrede von Paul Jakob Marperger versehen worden, in der sich die Hexenriecherei des Verfassers deutlich abspiegelt. Wiederholt wurde die Ausgabe 1714, um dann wieder bis Ende des Jahrhunderts in Vergessenheit zu geraten. Um die Wende des XVIII. Jh. mehren sich die Versuche der Wiederbelebung des Volksbuches. 1798 sind in Neu-Ruppin bei Johann Bernhard Kühn

[p. 227]

eine Umarbeitung durch einen strengen Rationalisten, 1799 in Wien eine Umgestaltung desselben zu einem ganzen Roman ausgesponnen mit Benützung des Wagnervolksschauspiels und noch im XIX. Jh. ein Abdruck von 1798 in Breslau 1814 erschienen1. Seit dieser Zeit wurde es noch nur von Scheible im Kloster III. Band 1846 S. 1-187 auf Grund der Ausgabe Berlin 1714 zum Abdrucke gebracht und mit Bildern versehen.

Es ist, wie wir gesehen haben, aus dem Faustbuche entstanden und da es dem Inhalte nach mit demselben so nahe verwandt vorkam, so begann es auf die jüngeren Fassungen und Gestaltungen der Faustsage zu wirken. Wir finden es benutzt von Widmann und Pfitzer in den Erinnerungen und in dem Faustbuche des Christlich Meynenden, wo And Cap. 14 und 15 in gekürzter Form eingeschoben wurden. An Stelle von Wagner ist in diesem schon Faust getreten - so wurden die Unterschiede der beiden Zauberer von einander aufgehoben.

Aber nicht nur in Deutschland war es ein beliebtes Volksbuch, sondern auch in den benachbarten Ländern, in England und Holland, wohin es rasch gedrungen ist. In England ist schon 1594 ein Wagnerbuch nachzuweisen u. d. T.: The Second Report of Doctor Joh Faustus, containing his appearances etc. London, Printed by Abell Jeffes etc. 1594., zweite Ausgabe 1680 4o London Ralph Smith2, das aber mit dem deutschen recht wenig gemein hat. Es ist ein ganz selbständiges Büchlein, welches jedoch, wie die Stilisierung des Titels schon beweist, das deutsche Wagnerbuch gekannt haben muss,

[p. 228]

von dem aber bloss die Anregung erhalten haben kann. Der Kern der ganzen Erzählung ist die Belagerung Wiens durch die Türken im Jahre 1566. Der Verfasser verherrlicht den Geist des Dr. Faust und die beiden ‘spiritus familiares’, beschreibt die Stadt Wien und die Kämpfe an denen Wagner teilnimmt. Das Ganze ist ein Machwerk, das auf vollkommene Talentlosigkeit seines Verfassers schliessen lässt. Interessanter hat sich die Aufnahme und die Weiterentwickelung des Wagnerbuches in den Niederlanden gestaltet, was vielleicht dem zuzuschreiben ist, dass die Verhältnisse zwischen Holland und Spanien enger waren und gerade dort nach der Mitteilung des unbekannten Verfassers die Geschichte von Wagner entstanden sein soll und dann aus der Spanischen Sprache ins Deutsche übersetzt wurde, wie auch deswegen, weil eine Reihe von Schwänken in Spanien lokalisiert ist, vgl. Reichlin-Meldegg im Schatzgräber hg. von Scheible VII. S. 281. Dieses Interesse äussert sich in den zahlreichen Holzschnitten, die für die niederländischen Wagnerbücher geschnitten wurden. In Holland sind auch beinahe gleichzeitig mit dem Erscheinen der Faust und Wagnerbücher von Jahren 1607/8 die zwei zu dieser Zeit schönsten bildlichen Darstellungen Fausts und Wagners in den Kupferstichen von Christoffel van Sichem entstanden1. Welche Sorge und Sorgfalt man nun dem Texte des neuen Volksbuches in den Niederlanden angedeihen liess und was für Umgestaltungen es erfahren hatte, ist aus den folgenden Abschnitten zu ersehen.

Niederländische Übersetzung.

Wir haben schon öfters bei den Erwähnungen des Druckes A Gelegenheit gehabt darauf hinzuweisen, dass er eine, seiner deutschen Vorlage sich eng anschliessende, Übersetzung enthält. Wir können

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sie im allgemeinen als richtig und zuverlässig bezeichnen, obwohl Fehler und Missverständnisse, die der allzu nahe Anschluss an die Vorlage verursacht hat, nicht selten sind1. Der Übersetzer verrät durch dieses Verfahren wenig Gewandtheit und nicht besonders reichen Sprachschatz. Bestärkt wird man in dieser Meinung noch durch mehrere Versehen, die daher kommen, dass er ohne Rücksicht zu nehmen auf die Bedeutungsverschiedenheit manche deutschen Ausdrücke bloss lautlich ins Niederländische umgeschrieben hat2. Da der Vorlage so treu gefolgt wurde, so war die Feststellung derselben unter den acht vorhandenen Drucken von Ahd mit keiner Schwierigkeit verbunden, es lag nämlich vor der B Druck3. Das setzen ausser Zweifel Ab-

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weichungen dieses Textes von A und den übrigen Ausgaben, die in der Übersetzung wieder auftreten. Um die Arbeitsweise des Übersetzers kennen zu lernen, wurde ein Vergleich der Übersetzung mit der Vorlage angestellt. Die Ergebnisse lassen sich unter drei Hauptgesichtspunkte verteilen: Auslassungen, Zusätze, Änderungen.

Auslassungen an rund 85 Stellen, zwischen einem Wort und ganzen Kapitel schwankend, machen aus zusammen 400 Zeilen nach Ahd gerechnet = nahezu 1/12 des Ganzen1. Mehrere Gründe haben den Übersetzer bewogen dieselben vorzunehmen. Zunächst der Wunsch eine volkstümliche Lektüre bieten zu können. Der Gelehrtenkram aller Art musste deswegen beschränkt werden. Das war der Hauptgrund und diese Auslassungen nehmen unter den 400 nahezu ¾ ein. Das Unbekannte, die Angaben über den fremden Verfasser und Handlungsort, Bezüge auf deutsche Verhältnisse, die unrichtige Zeit der Entstehung, letztes deshalb, weil es zum Missverständnis führen konnte u. a. sind ausgefallen, dann das Schwer- oder unverständliche wie die unklaren und fremden Ausdrücke, unbekannte Wörter, deren mehrere gewöhnlich durch ein Wort wiedergegeben werden. Auch wenn ihm etwas zu schrecklich, allzuschlecht oder mit seiner Anschauung nicht übereinstimmend vgl. z. B. Ahd 6132-35 erscheint, so bestrebt er sich dasselbe durch Auslassung abzuschwächen. Um den Text kürzer zu gestalten, meidet er Wiederholungen, wie die zweigliedrigen Ausdrücke und beschränkt die Citate.

Einzelheiten, die zum Verständnis nicht unbedingt nötig sind und das Selbstverständliche mussten verschwinden. Was schon der deutsche Verfasser in Parenthesen genommen hat, das schafft er desto eher ganz ab. Der Verfasser des deutschen Volksbuches obwohl streitsüchtig, wie das aus der Wendung gegen Paracelsus erhellt vgl. Ahd 4529-35, wollte doch von einer antikatholischen Tendenz oder Polemik nichts wissen, beim niederländischen hat sogar die Stelle Anstoss erregt und er hat sie gestrichen.

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An Zusätzen ist wenig zu verzeichnen. Hie und da hat er einen Namen wie Faust, Wagner, Auerhan eingesetzt oder einen frommen Wunsch (z. B. God betert) geäufsert, And 7917-23 den Inhalt des Holzschnittes mit eigenen Erklärungen versehen, And 13230-1331 eine Anspielung auf holländischen Brauch gemacht.

In sonstigen Änderungen bewies er sich sehr sparsam. War ihm ein Name wie Ahd 525 unbekannt, so schrieb er einfach ‘die duyvel’, And 3028 verbesserte er die Vorlage, 492 glaubte er sie verbessren zu müssen1, 7210-21 7620-31 benannte er die Himmelskörper lateinisch, Ahd 8017 = And 10615-30 endlich gab er an den Inhalt des Holzschnittes mit Änderung der lateinischen Überschriften in niederländische und der Planeten in Wochentage, wohl deswegen, um ihn nicht schneiden zu müssen.

Beinahe keine Auslassungen oder Änderungen weisen auf die Reise und Schwankkapitel, denn in diesen lag die Anziehungskraft für den Leser.

Eines soll noch im Anschluss an diese Ausführungen hervorgehoben werden, nämlich das Meiden der Verse und des Lateins. Die Scheu vor den ersten wird dadurch erklärt, dass das Übersetzen der gebundenen Rede grössere Schwierigkeiten bietet und nur an einer Stelle And 2020-30 wagt er zwei Zeilen frei zu übersetzen. Das Latein wieder scheint ihm nicht geläufig gewesen zu sein, vielleicht hat er es überhaupt nicht beherrscht, denn die lateinischen Namen der Himmelskörper konnten ihm aus der volkstümlichen Kalenderliteratur bekannt sein und die Umschreibung einiger lateinischer Ausdrücke bei der Auflösung der Überschriften des Holzschnittes Ahd 8017 ist auch ohne diese nicht schwer.

Kurz, ein Gelehter war unser Übersetzer sicher nicht. - Seinen Namen könnten vielleicht genauere Nachforschungen über den Drucker Reynder Wylicx aufdecken.

Antwerpener Bearbeitung.

Die Übersetzung hat bis zum zweiten Viertel des XVIII. Jh. keine grundsätzliche Änderung erfahren. Erst nach 1728 hat sie ein unbe-

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bekannter Versasser einer völligen, tendenziösen Umgestaltung unterworsen1. Angeregt (höchst wahrscheinlich) durch die neue Ausgabe des niederländischen Faustbuches Amsterdam 1728, wollte er die veralteten Reisekapitel beseitigen und die Geschichte auf dem heimischen Boden spielen lassen. Seine Arbeitsweise ist der des Verfassers des ersten Wagnerbuches ganz gleich: Zusammenflicken aus verschiedenen Quellen. Wie weit er nun von seiner wichtigsten Vorlage, dem alten Wagnervolksbuche, abgewichen ist und was er aus anderen Quellen hinzugefügt hat, kann man schon aus dem gegebenen Inhalt ersehen2.

Das Ganze zerfällt in Vorrede, 24 Kapitel und einen Anhang. Voor-Reden gibt die Einteilung des Inhalts in 5 Abschnitte. §. 1. vgl. And 185-6. §. 2. S. 8-10. Hoe Wagenaer hem voor Knecht verhuerde by Doctor Faustus. Das äussere Aussehen Wagners. Faust nimmt ihn

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auf, unterrichtet und gibt ihm den Geist Auerhan. §. 3. S. 10-13. Hoe Wagenaer zijnen geeft beswoer. Die unglückliche Beschwörung der Geister. Faust rettet ihn. §. 4. S. 13-14. Hoe D. Faustus Wagenaer beter onderrichte in de swerte Konsten. §. 5. S. 14-17. Hoe Wagenaer Godt en zijn lieve Moeder af-swoer, en den duyvel aen swoer. Beschwörung des Teufels bei Halberstadt, der Vertrag auf 30 Jahre am 8. V. 1540 unterzeichnet, Abschwörung der Mutter Gottes. Verlangt werden: Gold, Gut, Essen, Trinken und schöne Weiber. §. 6. S. 17-18. Hoe Wagenaer geboelert heeft met den geest Abutaha, en de schoone Helena. Auerhan erscheint in Begleitung von Bilet und Abutaha und erklärt die Eigenschaften der beiden. Abutaha bleibt als Beischläferin. Nach einer Zeit lässt ihn Wagner Helena bringen, nachher mehrere schöne Frauen. Alle sind ‘succubi’. §. 7. S. 18-21. Hoe aerdigh Wagenaer te Basel in Switserlandt twee Toovenaers bedroogh. Wagner will mit den Gelehrten der Baseler Universität disputieren, fährt dorthin, unterredet sich mit zwei Zauberern, beantwortet ihre Fragen, als er aber sie zu fragen beginnt, werden sie gram, heissen ihn schweigen, weil er nach Sachen fragte, die zu kleinlich sind. Wagner will sprechen, bekommt zwar dafür Eselsohren, verwandelt aber die Gegner in Schweine. Ein grosser Zauberer gibt den ihre frühere Gestalt wieder. Folgen die Geschichten von der Verzauberung der Nase in einen Storchschnabel, dem Verluste des Auges und der Enthauptung eines von den Gegnern vermittels der Rose, die vom Stengel abgehauen wird. §. 8. S. 22-24. Hoe Wagenaer binnen Franckfort aen de Joden eenen Papegaey verkocht, die Latyn, Hebreeuws en Grieckx konde spreken. §. 9. S. 25-28. Samensprake tusschen Wagenaer, ende zijnen geest Averhaen, aengaende de regeringe der Helsche Vorsten. Aufzählung einiger Geister samt dem Bericht über verschiedene Zweige der magischen Gelehrsamkeit. §. 10. S. 28-32. Hoe Wagenaer de 25 voornaemste Geesten gesien heeft. Fürsten der Hölle erscheinen nacheinander. §. 11. S. 32-37. Hoe eenen armen Boer vermoort, en onder de Galge begraven zijnde, veel wonderbaere wercken dede, waer door Godt zijn onnooselheyt te kennen gaf. Ein Bettler bei Voburg in Baiern, den alle Einwohner unterstützen, wird von Räubern in seiner Hütte überfallen. Nachdem sie kein Geld finden konnten, haben sie ihn auf-

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gehängt. Die Einwohner, seiner langen Abwesenheit wegén beunruhigt, lassen die Tür zur Hütte mit Gewalt aufsperren und finden ihn auf einem Balken hangen. Man hält ihn für Selbstmörder. Da aber am Platze, wo er begraben wurde, Wunder geschahen und die später gefangenen Mörder sich zur Tat bekannt haben, so wird seine Leiche vom Bischof von Regensburg mit grosser Ehre nach Voburg überführt. §. 12. vgl. And 187-191. §. 13. S. 45-55. Hoe Wagenaer de Hoeren in de Lepelstraet bedrogen, en wegh gevoert heeft1. Nach dem Gespräch mit dem alten verliebten Narren bringt ihn Bilet in die Lepelstrasse, wo er Putznärrinen und Dirnen sieht, das Aussehen derselben wie auch die Art und Weise, wie sie den Vorübergehenden zurufen, wird geschildert. Auf einer Tür bemerkt er diese Zeilen in spanischer Sprache:

 
Heeren / Vrienden en oock Knapen /
 
Wilt niet lanck hier op staen gapen:
 
Hebt gy sin in een Jouffrouw /
 
Komt in huys / en seght het gauw?

Eine von den schönsten nimmt ihn bei der Hand und führt singend ins Haus hinein, wo er noch drei andere erblickt. Alle vier setzen sich um Wagner herum und verlangen Geld um Bier und Wein zu holen. Er gibt ihnen 2 Ducaton. Nach zwei Stunden waren jedoch 4 Ducaton schon verzehrt, er bemerkt, dass alle hässlich sind und bloss schön angezogen, frägt also nach schöneren. Sie bringen 24 neue Dirnen, die wieder Geld für Wein verlangen. Wagner gibt 2 Pistolen und lässt Auerhan, der ihn als Lakai begleitet, nach 6 Geistern schicken, 3 sollen als Spielleute kommen, die 3 anderen eine halbe Stunde später als Kavaliere. Man unterhält sich. 8-10 Kannen haben schon die Dirnen geleert, die Spielleute kommen. Er frägt noch Preisen, die verschieden sind, von 10 Schillingen an bis 2 Stuiver und wählt die um 10 Schillinge, doch auch diese scheint ihm zu hässlich. Da nennen sie ihm noch eine, die 1 Ducaten kostet. Wagner geht zu

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ihr hinüber und liest über der Eingangstür einen Vierzeiler obszönen Inhalts. Drinnen findet er ein schönes Mädchen, das aus Brüssel stammt und während einer Lustreise mit der Mutter nach Antwerpen auf dem Wege in die Michaelskirche von zwei Hurenwirten entführt wurde. Er lässt sie durch Auerhan wieder nach Brüssel bringen und kommt zu den Dirnen zurück. Die drei Kavaliere und der verliebte Narr sind schon da. Da die Dirnen ihn bestehlen wollen, bestraft er sie. Am Schlusse des Kapitels wird eine kurze Geschichte der Lepelstrasse gegeben mit dem Bericht über den kalten Winter des Jahres 1563. Er wohnt hier 12 Jahre in dem grossen Laboureur op de Meir, dann fährt er nach Mechelen. §. 14. S. 55-64. Wat Wagenaer binnen Mechelen gehoort, gesien, en bedreven heeft. Beschreibung der Kirche, folgt eine Erzählung vom diebischen Schneider, der viel Stoff gestohlen hat. Auf dem Sterbebette liegend erblickt er 2 Teufel vor sich, den einen mit gestohlenen Lappen, den anderen, wie er ihm den Ort zeigt, wohin solche Schneider für ihren getreuen Dienst, den sie Lucifer bewiesen, fahren werden. Der Schneider bereut seine Taten, wird gesund, vergisst sich aber bald wieder, stiehlt weiter und empfängt nach dem Tode den wohlverdienten Lohn. Darauf werden die Brände der Stadt verzeichnet und das Ereignis vom Jahre 1546 beschrieben, wie am 7. August 1546 ein Blitz in den Pulverturm bei der Santpoorte eingeschlagen hat und das ganze Mauerwerk in die Luft geflogen ist1. 200 Menschen verloren dabei das Leben. Einer von den 600 Gequetschten, nach 3 Tagen halbtot gefunden, fragte, ob der Himmel heruntergefallen wäre. Dann wird über die Kriege der Bewohner von Mechelen im XI. Jh. berichtet und das Verhältnis zur Stadt Antwerpen auch die Kämpfe mit dieser besprochen. Zum Schluss Angaben über die Weberzünfte und die Strafe einer Putznärrin, der ein Ratsherr 5000 Gulden vermacht hatte.

§. 15. S. 64-67. Wat binnen Brussel gebeurde ten tyde van de Peste. Die Pest in Brüssel im Jahre 1489. Theodorich von Münster als Pfleger der Kranken und dessen Wundertaten. §. 16. S. 67-70.

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Wat aen vyf Minder-broeders gebeurt is. Albertus Pisanus und P. Adamus, Franziskaner kommen mit 3 anderen Brüdern in ihren Wanderungen in England nach Oxford und bitten in einem Benediktinerkloster um Nachtlager. Sie werden aber abgewiesen, weil der Prior sie für Herumstreicher hält. Nur der Torwächter hat Mitleid mit den Mönchen, lässt sie ohne Mitwissen des Priors in eine Scheunehin ein und bringt ihnen Essen und Trinken. Im Schlafe hat er eine Vision. Er sieht den Prior vor dem Throne Gottes stehen, angeklagt und zum Tode verurteilt. Nach dem Erwachen eilt er zu ihm, um den Traum zu erzählen, findet ihn aber in der Zelle aufgehängt. §. 17. S. 70-71. Hoe Wagenaer binnen Brussel twee Smausen bedroogh, haer Peerde vygen voor goude Eyeren verkoopende. §. 18. S. 71-76. Hoe Wagenaer binnen Loven veel geleerde Mannen overwon, met disputeren. Wagner disputiert mit Gelehrten. Befragt gibt er Auskunft über Sachen, die an die schoone Historie van den wijsen philosooph Sydrack erinnern. Man erfährt, dass die 3 Sachen, Fleisch vom Pfau, Glas und Holzkohle unvergänglich sind, weil sie in der Erde vergraben Jahrtausende überdauern können, was für ein Mittel es gibt, um ohne Ausschweifungen zu leben, was die Liebe ist und was ihre Folgen, an dem Beispiele eines Jünglings in Rom dargestellt, der sich in Denkmal der Göttin Fortuna verliebt und Selbstmord begangen hatte. Dann erörtet er die Strafen und Verordnungen über uneheliche Verhältnisse und Kinder in Ägypten, Baiern, Brabant und erklärt zum Schlusse, dass die kleinen Frauen die fruchtbarsten sind. §. 19. S. 76-79. Hoe Wagenaer op een Maeltydt geroepen wierdt, en hoe hy de Vrouwen tenteerde. Die Gesellen Wagners mit den Frauen laden ihn ein. Er unterhält sich mit ihnen und Auerhan spielt verschiedene Instrumente. Die Frauen verlangen einen Schwank, Auerhan muss deshalb Tiergestalten an sich nehmen. Das genügt nicht. Auf wiederholte Bitten zaubert er viele Mäuse ins Zimmer hinein, die das Frauenzimmer sehr belästigen. Bald aber erbarmt er sich, lässt die Mäuse verschwinden und zaubert einen Apfelbaum, vor dessen Früchten jedoch die Frauen sich schämen mussten. §. 20. S. 79-81. Hoe aerdigh en kostelijck Wagenaer sijn Gesten tracteerde, en hoe hy eenen in eenen Os dede veranderen, en zijn Vrouw in een Koe. §. 21. S. 82-86. Hoe Wage-

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naer binnen Parys dry Studenten bedroogh. In Paris verkehrt Wagner in Gesellschaft von Gelehrten und macht viele Kunststücke, u. a. hat er Kräuter, die Gegenliebe bewirken können. Drei verliebte Studenten, die ihn wegen seiner hässlichen Gestalt einmal verlacht haben, kamen an einem Tage zu ihm und baten um diese Kräuter. Wagner rächt sich nun an ihnen folgendermassen. Er lässt sie um 10 Uhr auf der Brücke auf der Saone (!) ihre Liebste erwarten. Sie soll von einer Mahlzeit zurückkehrend um diese Zeit mit einem Lakaien, der eine Fackel in der Hand tragen wird, dieselbe passieren. Alle drei eilen dorthin. Wagner aber befahl Auerhan zwei höllische Geister in der Gestalt der Jungfrau und des Lakaien dorthin zu schicken. Um 10 Uhr nachts warten die Studenten, sehen die Dame mit ihrem Diener vorübereilen, sprechen sie an und begleiten nach Hause. Die Jungfrau gibt dann ihren Bitten nach und erlaubt ihnen in ihre Wohnung hinaufzukommen. Hier werden sie bewirtet und nach langem Weigern ergibt sie sich. Erst hernach zeigt sie ihnen ihre wahre Gestalt, ein verfaultes, stinkendes Gerippe. Ein Blitz schlagt ins Haus ein, sie fallen in einen Pfuhl und am Morgen werden sie von einem Nachbar gefunden, der eine tot, die zwei anderen sterbend. Nach Hause gebracht beichten sie ihre Sünden und sterben, der erste am nächsten, der zweite am dritten Tage. Wagner begibt sich nach Rochelle. §. 22. S. 86-88. Wat Wagenaer binnen Rochelle in een Gereformeerde Kerck bedreven heeft. Greueltaten der Hugenoten in Frankreich. Wagner bestraft sie, indem er in der kalvinischen Kirche das heilige Abendmahlbrot in Kröten verwandelt. Das Volk lauft voll Entrüstung gegen den Geistlichen aus der Kirche heraus. Wagner fährt lachend nach Wittenberg. §. 23. vgl. And 191-197. §. 24. vgl. And 198-9. Das Toemaetien endlich enthält die Beschreibung der Fransche Furie, vgl. Mertens u. Torfs a. g. O. V. S. 170-180, die nicht von unserem Bearbeiter herrüht.

Überblickt man diesen Inhalt, so sieht man ein, dass in Hauptzügen die Bearbeitung vom alten Volksbuche gar nicht abweicht. Sie gibt wie jenes kurzen Bericht über die Eltern Wagners, lässt ihn dann von Faust erziehen, einen Vertrag mit dem Teufel schliessen, herumreisen, Schwänke verüben und zuletzt in die Hölle fahren. Auch in der Verarbeitung der aufgezählten Elemente folgte der Verfasser

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des XVIII. dem des XVI. Jh. Er hat das alte Wagnervolksbuch wie jener das Faustbuch zugrunde gelegt und ausgeschrieben. Statt der magischen Literatur und Beschreibungen der Neuen Welt, die sein Vorgänger geplündert hat, beutet er aus Kirchengeschichtliches, Kuriositätensammlungen, Visionen und Beschreibungen von Flandern. Hinzugekommen ist nur ein neuer, das Ganze durchdringender Gedanke, die Tendenz. Auf seine Vorlagen ist nun näher einzugehen. Die weitaus wichtigste Quelle war das alte Wagnerbuch, das er in der Ausgabe B oder C gekannt hat. Daraus wurden entweder wörtliche Auszüge gemacht, oder nur die Motive verwertet. Im letzten Falle sind die Motive entweder ganz mit nur leisen Umgestaltungen aufgenommen, oder mit anderen Quellen verquickt.

Wörtliche Entlehnungen sind: §. 2 = And 922-24 + 1026-1110. §. 3 = And Kap. III (125 + 25 + 131-1418+20 - 1610 + 28-30). §. 4 = Kap. IV (1724-184 + 21-28) schliesst: Maer twe dagen daer naer is D. Faustus van sijnen geest Mephostophiles vermoort. §. 5 = And Kapp. V, VII, VIII, IX, (194-18 + 2810-11 + 22 + 303 + 3215 + 333-6 + 9 + 354-12 + 379-11 + 414-5). §. 6 = And Kapp. XVI, XVII, (588-15 + 20-5915 + 615-7 + 6026-29). §. 7 = And Kap. XXX abgekürzt und auf Wagner übertragen. §. 8 = And Kap. XII geändert Prag] Frankfurt und die Ursache des Schwankes. Sie ist nicht der Geldmangel sondern der Hass gegen die Juden, die Betrüger sind und betrogen zu werden verdienen. §. 9 = And Kapp. XVII1 + XXIV, (6110-24 + 25-27 + 623-7 + 14-20 + 26-6327 [Die Diener ausgefallen]+ 28 - 6422 + 31-659 + 974-10 + 23 -987 + 10010-24) endet: Averhaen wilde noch voorder verhalen vande Leconomantia, Gastromantia, Captromantia en Oconomantia, maer Wagenaer dede hem fwygen. §. 10 = And Kap. XLI (16114 - 16530) mit Nummern der einzelnen Geister. §. 19 = And Kap. XIX (817-9 + 15- 825 + 11-12 + 20-834 + 17-844). §. 20 = And Kap. XX abgekürzt, 8729 - 883 geändert in: Wagenaer dede haer een kuyp vol wyn voor fetten, en naer dat zy en de genoode haer buycken vol gedroncken hadden, zynfe wederom verandert in haer vorige gedaente.

Zu den direkt benutzten Motiven gehören S. 45 (der Bearbeitung) Bilet als Fuhrmann aus And 16330, S. 50-53 aus And Kapp.

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XLI (16530-1672) + 4212 und XIX. Wagner bestraft die Dirnen dafür, dass sie ihn bestehlen wollten. Er lässt verschiedenes Ungeziefer kommen, von welchem sie arg gepeinigt werden. Er selbst lacht und spottet über ihr Geschrei. Ihre Liebhaber aber und die Hurenwirte gehen auf ihn los, werden jedoch vom Ungeziefer so stark gebissen, dass sie Rapiere fallen lassen und entlaufen wollen. Von Wagner verblendet, können sie die Tür nicht finden, erst nach langem Taumeln flüchten sie in den Hof, hier wieder von Mücken und Hummeln geplagt, werfen sie und die Dirnen ihre Kleider ab und wälzen sich vor Schmerz im Grase herum. Doch Wagner lässt an dem Platze Dornen wachsen. 5 von den Dirnen werden dann in die Isabellenstrasse nach Brüssel 6 nach Amsterdam auf den Zeedyck und 5 nach Mastricht in die Grabenstrafse geschleppt, die letzten 13 bleiben halbtot auf dem Boden liegen. Nach acht Tagen kehrt er in die Lepelstrasse zurück und sieht die Dirnen in neuen Kleidern, zwei von ihnen und ein Hurenwirt waren inzwischen gestorben. Das Ganze lauft aus in eine Polemik gegen die Mode, die die Dirnen erfunden haben sollten. S. 63 f. aus And Kap. XLII (1723 ff.) Strafe einer Putznärrin. Er lässt sie durch Auerhan aufserhalb der Stadt Mechelen auf den Berg, wo die Hinrichtungen stattfanden, bringen und auf die Leiche eines geräderten Verbrechers hinschmeissen, wo sie halbtot bis auf den anderen Tag liegen bleibt, dann aber zurück nach Antwerpen in die Lepelstrasse. Die andren Putznärrinen und Dirnen bemerken, dass sie hässlich und beinahe sterbend ist und jagen sie mutternackt hinweg. §. 17 S. 70-71 im Anschluss an And Kap. XXI. §. 22. S. 88 ähnliches Zaubermotiv der Verwandlung vielleicht im Anschluss an And 5530 ff. §. 24 aus And Kap. XLIII (17428ff.) mit zwei Umgestaltungen, vgl. And 1993 ff. Wagner wird von Faust und der schönen Cyrene schändlich betrogen.

Den Übergang vom alten Wagnerbuch als erster Quelle zu den übrigen fremden bilden diese Teile unserer Bearbeitung, in welchen noch die Anregung zu einigen Motiven aus dem Wagnerbuche geschöpft wird, dagegen die Verarbeitung derselben schon mit Zuhilfenahme und Benutzung anderer Werke geschehen ist1 Dazu

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sind zu rechnen §.§ 12-14, 18, 21 und 23. Die 3 ersten sind Reisekapitel und entsprechen den And XXXII, XXXVI-XL. Hier wie dort sind Einschübe anderer Art, darunter manches, was noch auf And zurückgeführt werden kann, wie Schwankmotive vgl. S. 63, 4 aus And S. 1722 ff. vorzufinden. Der Unterschied ist, dass And eine Beschreibung von exotischen Ländern enthält, dagegen hier eine Topographie und Geschichte der heimischen Städte geliefert wurde. Den Stoff dazu hat der Bearbeiter teils aus eigener Auschauung, teils aus gedruckten, vielleicht auch handschriftlichen Quellen. Diese sind: Ludovico Guicciardini: Descrittione di tutti i Paesi Bassi altrimente Germania inferiore etc. Anvers 1567, von der eine Menge Ausgaben in verschiedenen Sprachen erschienen ist1, daneben aber J. Bapt. Gramaye's: Autiquitates illustrissimi ducatus Brabantiae, Lovanii, Bruxellis 1708 und das namenlos in Leiden gedruckte Antwerpsch Chronykje. Auf Handschriftliches scheint der Bericht über den kalten Winter des Jahres 1563 hinzuweisen. Die Stelle vgl. S. 5424 ff. stimmt beinahe wörtlich mit dem Auszuge aus der handschriftlichen Chronik von Lodewyk van Caukerken2 aus dem Ausgange des XVII. Jh., den Papenbroek a. g O. III. S. 29 mitgeteilt hat. Auch der Bearbeiter gibt wie Caukerken fälschlich das Jahr 1563 an, obwohl dieser Winter ins Jahr 1564 fällt. Das Einschiebsel in die Beschreibung von Antwerpen vgl. And 19021 ff. ist aus Jacob Cats, Spiegel v. d. ouden en nieuwen tijt (S. 555 nach der Ausgabe dessen Wercken t'Amsterdam 1712 fol.) mit der Änderung And 19025 gy my > my vry entlehnt und an die Stelle der Himmelskörper und der ihnen entsprechenden Glieder vgl. And 7620 ff. getreten. §. 18 Quelle unbekannt, zur Geschichte des verliebten Jünglings vgl. K. S. 6 Anm.

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1., sie ist jedoch nicht, wie Kühne angibt, im 29. sonder 39. Kapitel. Die Disputation findet wahrscheinlich deshalb in Loven statt, weil dort eine berühmte Hochschule war. §. 21 im Anschluss an And Kap. XXVII mit Benutzung von Francois de Rosset: Histoires tragiques de notre temps Lyon 1621, in mehreren Ausgaben und Übersetzungen vertreten1. Übernommen wurde die erste Geschichte von einem Scharwächterleutnant la Jacquiere in Lyon. Der Schauplatz der Handlung ist nach Paris verlegt, die Namen und Ortsangaben sind getilgt, doch ungeschickt, denn eine, die sich mit dem neuen Schauplatze gar nicht verträgt, ist stehen geblieben, nämlich über die Brücke auf der Saone, die ja doch bei Lyon fliesst. Sonst ist die ganze Geschichte fast nach dem Wortlaut der Quelle erzählt. §. 23 entsprechend And Kap. XVIII, der Bearbeiter beherrscht gut die Visionsliteratur, in welcher Höllenbeschreibungen oft vorkommen, denn er war, wie wir sehen werden, ein Mönch. Einer Quelle jedoch steht seine Beschreibung am nächsten und zwar den Sueños von Don Francisco Quevedo y Villegas, oft gedrukt, 1635 vollständig erschienen, auch ins Niederländische übersetzt2. Die siebente Vision liefert eine ausführliche Beschreibung der Hölle und ihrer Pein. Verschiedene Arten von Strafen und Sündern, die uns der Bearbeiter mit allen Einzelheiten vorführt, sind hier zu finden, auch Kalvin und Luther sitzen mit anderen Ketzern im Eiskeller. In unserer Bearbeitung wohnt in dieser Gesellschaft auch Faust mit der schönen Cyrene3.

Es bleiben noch §. §. 1, 11, 14 (S. 55-57), 15, 16, 22 (S. 86-7),

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die mit dem alten Wagnervolksbuche nichts gemeinsam haben. Zu 1 und 14 (Geschichte vom diebischen Schneider) konnten sichere Vorlagen nicht ermittelt werden, bei 11, 16, 22 hat der Bearbeiter selber seine Quellen angemerkt, §. 15 endlich hat sich als aus A Raissius ausgeschrieben erwiesen.

§. 11 aus Mathaeus Rader Soc. Jesu: Bavaria pia etc. übersetzt. Da die Seite angegeben wurde, so konnte die Ausgahe festgestellt werden. Es war unter den zwei, Monachii 1628 fol. und Dil. et Aug. Vind. 1704 fol. die erste, weil in dieser die Geschichte von Voburgensis agricola anonymus richtig auf S. 110-112 erhalten ist. §. 16. Angaben fehlerhaft, denn wenn cap. 121 auf pag. 259 sich befindet, so ist es sehr wahrscheinlich, dass das cap. 148 nicht auf pag. 591, wie es der Bearbeiter angemerkt hat, sondern früher stehen wird und hier ein Fehler für 291 vorliegt1. Dazu kommt, dass keine von den Ausgaben dieses Werkes so viel Bll. zählt. Unter Spiegel etc. ist Speculum vitae beati Francisci et eius sociorum zu verstehen, eine ziemlich kritik und wertlose Kompilation um die Wende des XV. Jh. entstanden2. Alle Drucke dieses Werkes konnte ich einsehen und bin imstande die Ausgabe zu bestimmen. Der Bearbeiter hat vor sich liegen gehabt die niederländische Übersetzung von Cornelis Thielmans, erschienen 1622 bei Verdussen in Antwerpen3 Unser Kapitel, das im Original fälschlich das IX. statt XIX. der III. Centurie ist und die Überschrift: Iudicium horrendum Dei, in Monachos

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quosdam Angliae parum hospitales erga Fratres Minores, adhuc ignotos trägt, befindet sich in dieser Übersetzung, der Angabe in dem neuen Wagnerbuche entsprechend, auf S. 259-61 und ist mit CXXI bezeichnet. Die S S. 290-93 enthalten das VIII. Kapitel von het leven van B. Jacobus de Marchia: Hoe dat drijmaels ghesonden is geweest naar Hongarijei, welches in unserer Bearbeitung nicht erzählt wird. Ich nehme an, dass diese Erzählung im ursprünglichen Plane der Bearbeitung stand, später jedoch ausgefallen ist und als Spur die Quellennotiz hinterlassen hat1.

§. 22. Natalis Comes Historiarum sui temporis libri triginta. Lib. XVIII. in der Ausgabe Argentor. 1612, die mir zur Hand ist, auf S. 375: Reformatae religionis incusatio, und Thomas Maria Bosius2. Welches Werk des letzten benutzt wurde, liess sich leider nicht feststellen, denn es scheint, dass überhaupt nichts von ihm im Druck erschienen ist. Am ehesten möchte ich annehmen, dass die zitierte Stelle aus zweiter Hand ist.

§. 15. aus Vita Reverendi patris Theodorici a Monasterio, Ordinis Minorum Observantiae etc. Monasterii Westphalie, Typis Raesfeldi anno 1636 übersetzt3. Die benutzten Stellen sind (nach dem Neu-

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drucke Trudonopoli Schoofs 1869) S. 103-112, 94 11-12, 114, 1330, 1423 1515-17. Damit wäre die Quellenuntersuchung abgetan. Die Benutzungsweise bietet nichts auffälliges und bemerkenswertes.

Wichtiger ist die vom Bearbeiter getroffene Auswahl der Schauplätze der Handlung und die Art der benutzten Vorlagen.

Die Antwort auf diese Fragen rückt die Person des unbekannten Bearbeiters in ein helleres Licht.

Die Städte, die von Wagner besucht werden sind: Antwerpen, Basel, Brüssel, Frankfurt, Loven, Mechelen, Paris, Rochelle und Wittenberg. Basel, Frankfurt, Paris und Wittenberg können ohne weiteres als aus den Quellen entnommen und willkürlich geändert ausfallen. Rochelle, die Hugenotenburg, verdankt ihre Aufnahme unter die Reisestädte Wagners nur diesem Umstande, dass der Verfasser dabei Gelegenheit hatte, seinem Hass gegen die Hugenoten Ausdruck zu verleihen, entfällt also auch. Es bleiben übrig nur die vier brabantischen Städte: Antwerpen, Brüssel, Loven und Mechelen, alle unweit von einander liegend. Unter diesen werden zwei, Antwerpen und Mechelen am ausführlichsten behandelt, jedoch an erster Stelle Antwerpen, der zwei Kapitel gewidmet sind. Dabei wolle man nicht auch einen schwerwiegenden Umstand aus dem Auge verlieren - nämlich, dass unsere Bearbeitung auch in Antwerpen erschienen ist. Diese Gründe dürfen Beachtung finden und man wird nicht fehlgehen dort den Bearbeiter zu suchen. Wer er war, ist aus der Auswahl seiner Quellen und der Tendenz mit voller Sicherheit zu erkennen. Die Belesenheit in der Heiligenliteratur, die Polemik gegen die Mode, die streng katholische Gesinnung, der Hass gegen die Ketzer1 und Juden, das Interesse für Kirchen erheben den Eindruck, den man beim Lesen empfängt, dass das Büchlein von einem fanatischen Mönch geschrieben wurde, beinahe zur Gewifsheit. Vor diesem hat sich auch Kühne, der das Buch besser angeschaut hatte2, nicht erwehren können. Man künnte auch seiner Spur etwas näher kommen. Es wäre folgendes zu erwägen. Im §. 15 erzählt der unbekannte Mönch ein

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Ereignis aus dem Leben Theodorichs von Münster, der zuerst Augustiner war, dann zu den Franziskanern übergetreten ist und in den niederländischen Franziskanerklöstern, besonders in dem 1449 gegründeten und rasch emporgeblühten Kloster zu Antwerpen, gewirkt hat. Hier bekleidete er auch das Amt eines Guardians. Diesem §. folgt im §. 16 eine Guardiansgeschichte, in welcher wieder die Franziskaner auftreten und ihr Recht vor den Benediktinern vor dem Throne Gottes verteidigen. Sollte dies zufällig sein, oder ist es, wie mir scheint, mit Absicht geschehen. Wir hätten dann als Bearbeiter einen Franziskanermönch in Antwerpen anzusehen, - doch vergeblich habe ich mich in dem genannten Verzeichnisse von Servais Dirks nach einem schriftstellerisch tätigen Franziskaner in Antwerpen im XVII./XVIII. Jh. umgesehen, für den diese Arbeit in Anspruch genommen werden könnte. Keiner zeigt Interesse für derlei Erzeugnisse und keiner hat etwas beim Hendrick Thieullier gedruckt. Auch P. Bartholomaeus Verelst, der Guardian der Franziskaner in Antwerpen, hat trotz der Durchsicht des handschriftlichen Materials im Klosterarchiv nichts über den Verfasser ermitteln können1. Nur mehrere Werke, die von unserer Bearbeitung benutzt wurden, sind in der Franziskanerbibliothek vorhanden, ob sie aber schon im XVIII. Jh. dort waren, kann mit Sicherheit nicht behauptet werden, denn ein älterer Katalog fehlt. Der Mangel an sonstigen Anhaltspunkten zwingt uns die Frage nach dem Namen des Bearbeiters vorderhand offen zu lassen.

Wir stehen am Schlusse dieser Erörterungen und es erübrigt noch den Herrn: Prof. Dr. J. Verdam und insbesondere Dr. G.J. Boekenoogen in Leiden, Oberbibliothekar Dr. Michael Holzmann in Wien und den Archiv und Bibliotheksvorständen zu Antwerpen, Arnhem, Berlin, Bremen, Frankfurt a. M., Marburg, München, Utrecht und Wien für die freundliche Förderung dieser Arbeit den verbindlichsten Dank zu entrichten.

Das Auge meines hochverehrten Lehres, Jakob Minor, der mich zur Untersuchung der Wagnervolksbücher angeregt hatte, kann nicht mehr auf diese Blätter fallen. Mein Dank ereilt Ihn im Grabe.

1Beim Zitieren bediene ich mich folgender Abkürzungen: A = Das Volksbuch vom Dr. Faust herausgegeben von R. Petsch Halle a. d. S. 1911. Ahd = Ander theil D. Johann Fausti Historien / von seinem Famulo Christoff Wagner 1593 herausgegeben und eingeleitet von J. Fritz Halle a. d. S. 1910. And = Unser Neudruck. K = Einladungsschrift zu den öffentlichen Schulprüsungen im Herzoglichen Franzisceum in Zerbst. Zerbst II. Teil 1860.

2Da der Übersetzer nicht genannt wird, so bin ich wohl berechtigt an dieser Stelle das wenige vorzulegen, was sich auf Grund archivalischer Nachforschungen in Utrecht und Arnhem über Reynder Wylicx, den Drucker ermitteln liess. Er war kein Utrechter, aber schon viel früher als 1597 war er in Utrecht tätig, denn 1593 erschien bei ihm folgendes Büchlein in 12o: Veelderhande schriftuerlijcke nieuwe liedekens, vermaningen, leeringen, gebeden etc. nu wederom t'samen bij een vergadert met noch vele, die noyt gedrukt en waren, etc. Door L. K. [Lenaert Klock] Gedruct t'Utrecht bij mij Reynder Wylicks. Anno MDXCIII. und am 29. März 1595 ist er Bürger der Stadt Utrecht geworden. Aus selbem Jahre ist mir noch ein seltenes Werkchen bekannt. Vrundslicke Ghemeene Sendsbrieven von Don Anthonio de Guevara, uuten Spaenschen overgheset door Cornelis van Beresteyn, (Delft 1583), 't anderde deel ‘Tot Utrecht bij Salomon de Roy voor Rennier Wijlickx, woonende op de Gansmeret in den Liesveltschen Bijbel 1595. 1 Exemplar des ersten Teiles in der Königl. Bibl. zu Haag, des zweiten in der Bibl. der Mij. der Nederl. Letterkunde in Leiden, beider Teile im Besitze des Herrn Jhr. Mr. Dr. E.A. van Beresteyn, Bürgermeister in Veendam. Dieses erlaubt den Schluss, dass er auch Buchhändler und Herausgeber war. Angaben über seine Geburt konnten nicht gefunden werden und die Utrechter Taufregister fangen übrigens erst mit 1602 an. In dem Todesregister wurde sein Name vergebens gesucht, nur im Ausgehotsregister am 30. März 1595 kommt vor: Reynier Willemss van Arnhem und Marijken Jans van Wyck. Darf diese Notiz auf unseren Drucker Wylicx bezogen werden, so wären wir nach Arnhem verwiesen, wo in den Protokollen des Schöffengerichtes ein Heinrich Wylrix(!) c. 1587 vorkommt, der mit Maria van den Kieboom verheiratet, drei Kinder hatte: Wilhelmke, vermählt mit Coendert Gaemis, Heinrich × Geertruy Noey, Barbara × Rutger Hermans und wir könnten vielleicht in diesen die Familie von Reynder Wylicx sehen.
Ebenso zweifelhaft ist die Annahme, dass er der Familie Wylich, von Wylich, welche auch in Gelderland ansässig war, angehört. Bei Wesel lag früher das Stammhaus der Freiherrn von Wylich (oder Wilaken). Dieser Familie gehörte auch das gleichnamige Weseler Schössengeschlecht an. Ein Johann Wilack wurde 1567 Bürger (laut des Weseler Bürgerbuches); 1599 war Jodocus Wilichius Prediger der evangelischen Gemeinde in Wesel (P. Th. A. Gantersweiler Chronik der Stadt Wesel 1887, S. 320), jedoch ist noch zu bemerken, dass der Ortsname Willich und Wylack mehrsach am Niederrhein vorkommt. Die Familie Wylich lässt sich wieder weiter verfolgen, denn in der Leidenschen Universitätsmatrikel finden wir beim Jahr 1632 Guilielmus Wijlich eingetragen, mit der Notiz Vesaliensis, d. i. aus Wesel im Kleveschen im preussischen Regierungsbezirke Düsseldorf. Dieser war später 1645/6 als mr. Willem Wijlich, Statthalter der General-Staaten in Herzogenbusch. Ein anderes Mitglied der Weselschen Wylich nennt Gantersweiler S. 193. Sollte die Familie aus Niederlanden dorthin ausgewandert, oder umgekehrt ein Mitglied derselben nach Utrecht gekommen sein? Wesel war ja ein Tummelplatz für holländische Auswanderer. Weitgehender und noch gewagter wäre die Erwügung im Anschluss an das Utrechter Aufgebotsregister, dass die Familie aus Willich (Kreis Krefeld) hergekommen war, nach dem Örtchen sich benannt hatte und Reynder Willemss Sohn eines Wilhelm von Wijlich ist. - Man muss bei reinen Vermutungen bleiben, denn eine Entscheidung lässt die Dürftigkeit des Urkundenmaterials nicht zu.
Viel wahrscheinlicher ist, nach der Bemerkung von Dr. Boekenoogen, die Verwandtschaft mit dem Drucker Derick Wijlicx van Santen (d. h. Xanten a. Rhein), welcher 1584 den Schwank ‘Jan Splinters Testament’ herausgab: Gedruckt toe Reesz, By my Derick Wijlicx van Santen. - Die genannten Drucke aus der Offizin des Reynder Wylicx (zuzuschreiben ist ihm auch ein astronomisch-kosmographischer Druck oder eine Ausgabe des Volksbuches Elucidarius, wie das der Holzschnitt in And S. 80 bezeugt), beweisen, dass er für Volksbücherliteratur und Übersetzungen Interesse gehegt hatte.
1So wird auch im folgenden gemessen.
1Der Holzschnitt wurde wahrscheinlich irgend einer Ausgabe des Volksbuches Elucidarius oder einem kosmographisch-astronomischen Werke entlehnt. Vgl. z. B.M. Elucidarius, Frankfurt a. M. Johann Saur MDCII, Fol. 29v und 30r für das Kap. Von den Planeten gebraucht.
1Die Exemplare der niederländischen Wagnerbücherdrucke sindvon äusserster Seltenheit. Vor der Ausarbeitung unserer Bibliographie wurde bei fast allen grösseren Bibliotheken nach denselben, doch mit wenig Ersolg, angefragt (in Holland und Belgien bei 36 öffentlichen, wo Dr. Boekenoogen, der Kenner der niederländischen Volksbücherliteratur, an einigen selber Nachforschungen zu tun und auch die noch nicht offiziel katalogisierten Volksbücher einzusehen die Güte gehabt hatte, bei mehreren Privatbibliotheken und einigen Antiquaren, in Amerika 4, Dänemark 2, Deutschland 46, England 5, Frankreich 3, je 1 in Norwegen, Oesterreich, Russland, Schweden, Spanien und Schweiz). Wegen dieser Seltenheit würde sich wohl empfehlen eine genaue Beschreibung der Exemplare zu liefern, was ich auch getan habe.
2Nach Rotermund: Lexikon aller Gelehrten, die seit der Reformation in Bremen gelebt haben I. (1818) S. 275 gab es im XVI. Jh. in Bremen eine Familie Lavaes von der ebd. zwei Senatoren Arend (Arnold) 1562 in den Rat gekommen, † am 24. VIII. 1596 und David, des vorigen Bruder, 18. XII 1609 zum Ratsherrn geworden, den 17. IX 1614 verstorben, erwähnt werden. Nachforschungen in der Bremer Stadtbibliothek und im Staatsarchiv nach anderen Mitgliedern dieser Familie haben folgendes ergeben. Nach dem handschriftlichen Register der Ratmünner der Stadt Bremen von Hermann Post (XVIII. Jh. Bremer Stadtbibliothek Sign. Brem. a. 555) sei David als der letzte seines Geschlechtes gestorben. Das Geschlechtsregister alter und neuer bremischer Familien das sogenannte Goldene Buch von C.A. Heineken (1808), Handschrift im Privatbesitze, nennt noch ihren Vater, den Ältermann der Kausmannschaft Claus Lavaes (Lavas, Lavasius), gestorben 1540 und acht Geschwister darunter 6 Schwester Bartje (früh †), Bartje, Beke, Gerbrochta, Lucke, Esther und die Brüder Arend (früh †) und Heinrich. Ein Frederick war in den Akten nirgends zu finden, so dass man zur Annahme greifen muss, er sei als ein nuswärtiger, vielleicht rheinischer Verwandte der Bremer Lavaes anzusehen. Das Büchlein dürfte er in Holland erworben haben und aus seinem Besitze gelangte es zunächst in die Hände der Bremer Familie. Da nun in Bremen die Sitte bestand, dass jeder neue Beamte mit gelehrter Bildung bei seinem Amtsantritte der Stadtbibliothek, die mit ihren Anfängen bis ins XVI. Jh. zurückreicht, ein Buch schenkte, so hat vielleicht noch David im Jahre 1609 - wenn nicht, so einer der späteren Verwandten - das Buch der Stadtbibliothek geschenkweise überlassen.
1Oder vielleicht 2. Band des gleichzeitig erschienenen Faustbuches, obwohl wenn wir bedenken, dass unser Druck die 36 in D. vorhandenen Holzschnitte im Texte enthielt und annehmen, dass er für den Text allein rund 192 Seiten wie A, welcher auch 8o ist, brauchte, die Holzschnitte aber ungefähr 32 Seiten Raum eingenommen haben, so ergibt das 224 Seiten, welche zwei Bändchen ausgemacht haben können.
1Vgl. z. B.W. Quincke: Handbuch der Kostümkunde Leipzig 1896, Fig. 108.
1Hiemit ist auch der Beweis erbracht, dass beide Werke einer und derselben Offizin entstammen, dazu kommt noch die Identität der Zierleistenstöcke und Ähnlichkeit der Typen, nur wäre das Faustbuch früher zu setzen, da die Abdrücke in diesem viel reiner und deutlicher sind, was einen noch nicht so häufigen Gebrauch wahrscheinlich macht.
2Als zaverlässiges Unterscheidungsmerkmal dieser von den des Faustbuches dient an Stellen, wo der Inhalt in beiden Volksbüchern sehr ähalich ist, die Darstellung der Hauptfigur, in unserem Falle Wagners, der ohne Fuss und linkes Auge gezeichnet wird.
3Arabische Ziffern bedeuten in dieser Zusammenstellung die Nummern der Holzschnitte, römische Zahlen die Kapitel, die Ziffern in Klammern Seiten und Zeilenzahl. Wenn mehrere Kapitelzahlen einander solgen, so zeigt das an, dass der betreffende Holzschnitt vor diesem, beziehungsweise in diesem wiederholt wird, = dass derselbe Holzschnitt auch im Faustbuche, das dem Wagnerbuchdrucke beigebunden ist, vorkommt, dabei sind die Kapitel, Seiten und Zeilenzahlen nach dem deutschen Faustbuche, von mir früher durch A abgekürzt, angegeben.
111 zeigt Anklänge an A LV.
2Von den für das Wagnerbuch allein in Anspruch zu nehmenden Holzschnitten, die sich aber wiederholen oder unrichtig gesetzt sind, entsprechen 2, 4, 8, 9, 12, 17, den II, VIII, XXIV, XV, XXXIV, (And 1510). Sonst wäre noch zu bemerken, dass 16, 26, 28, 30 zwei Szenen zusammen enthalten und 3 eine Variation von 1 ist.
3Oder gab er vielleicht nuch eine niederländische Übertragung des dentschen Faustbuches in seiner ersten Fassung (Sippe A), die die Erfurter Kapitel noch nicht enthielt. Die erhaltenen Drucke gehen alle auf die C Sippe (c3) zurück, vgl. Das Volksbuch vom Dr. Faust hg. von W. Braune Halle a. d. S. 1878 S. XV.
1Freilich muss auch immerhin damit gerechnet werden, dass die Offizin inzwischen eingehen konnte und die Holzstöcke ein anderswo wohnender Drucker erworben hat. Ich habe übrigens in dem im Goethe-Museum zu Frankfurt a. M. ausbewahrten niederländischen Faustbuche aus dem XVIII. Jh. Sign. 394 (beschrieben im Kataloge der Faustausstellung im Goethehause, Frankfurt a.M. 1893. No. 99) vor Kapp. III, XI, XXVI, LX noch den Holzschnitt 18 wiedergesunden. Holzstock war derselbe. Die Holzstöcke der übrigen Holzschnitte mussten schon verloren gegangen sein, denn sie sind durch ganz andere, mit G. K. bezeichnete, ersetzt. Von den letzteren sind zwei in G.D.J. Schotel: Vaderlandsche Volksboeken, Haarlem 1873. I. S. 155, 156 abgebildet. Über den Holzschneider G.K. versagen die betreffenden Nachschlagewerke von G.K. Nagler, Chr. Kramm, A. v. Wurzbach u. a. Das auf der Königl, Bibliothek in Berlin unter Sign. Zh. 4951 vorhandene ndl. Faustbuch o. O. J. u. Dr. 44 Bll. 4o enthält unseren Holzschnitt schon nicht mehr, obwohl es zweifellos aus derselben Offizin stammt, denn es wiederholt die Holzschnitte, die in dem früher erwähnten vorkommen. Es ist offenbar jünger, denn nur der Typensatz der Voorrede und der Getuigenisse der Heilige Schrift etc. ist derselbe geblieben, das Übrige ist schon neu gedruckt, obzwar in möglichst genauem Anschluss an die frühere Ausgabe.
2F.H. v. d. Hagen, der zuerst unseren Druck erwähnt vgl. Germania VI (1844) S. 308 Anm., hat ihn ganz falsch datiert. Er stützt sich auf die Stelle im §. 13 S. 54, wo der Verordnung des Mark-Grafen De la Faille, vom Jahre 1672 über die Lepelstraet in Antwerpen, Erwähnung getan wurde, die nach seiner Meinung als gleichzeitig hingestellt wird. Er setzte also den Druck noch ins XVII. Jh. Angeschlossen haben sich ihm Reichlin-Meldegg im Schatzgrüber ... hg. von J. Scheible VII. Teil S. 279. Anm. 9, 280. Anm. 10, und K. S. 4. Wie die Stelle von v. d. Hagen missverstanden worden ist, darüber unten. Ich gehe zunächst davon aus, was die Aktennachforschung im Stadtarchiv in Antwerpen über den Drucker Hendrick Thieullier und seine Witwe geliefert hat. Er wurde ungesähr 1668 geboren (denn 1696 wird er als 28 Jahre alt erwähnt) und war Sohn des Buchdruckers Hendrick Thieullier † 1696 und dessen erster Frau Magdalena Montali. Freimeister der Buchdruckerkunst ist er 1697 geworden, nach 1715 starb er, aber seine Witwe, deren Name nicht eruiert werden konnte, setzte die Werkstatt fort und war noch 1743 tätig. Da, wie gesagt, Hendrik Thieullier nach 1715 starb und am Titelblatte schon die Witwe genannt ist, so wäre unser Druck zunächst nach 1715 erschienen, aber innere Gründe (genaueres darüber unten) verschieben die Entstehungszeit unserer Bearbeitung bis nach 1728. Nicht ausser acht zu lassen ist auch der Umstand, dass dem einzig bekannten Exemplar ein Druck des niederländischen Faustbuches vom J. 1728 beigebunden ist.
1Es ist eine Kopie nach Iacopo Callot: Varie Figure Gobbi (Firenza 1616) No. 16 (Le Blanc 1055).
1Kap. 1 trägt zwei Überschriften, im Texte: De geboorte van Christoffel Wagenaer en zijne opvoedinge, dagegen im Register: Een schroomelijcke sake gebeurt aen den Soudaen van Ormus, en zijn nege Sonen.
1Die Feststellung, wem das Wappen angehört, ist mir nicht gelungen. Sollte es Eschenburg's sein?

2Es hat wahrscheinlich nur diesen einzigen Druck der ersten Gruppe gegeben und die Notizen bei Gisbertus Voetius: Selectae Disputationes Theologicae, Ultrajecti I. 1648 S. 982, III. 1659 S. 596 sind auf ihn zu beziehen. Da die Disputation, in der die genauere Angabe vorkommt, auf 9. IV. 1636 bestimmt ist und die betreffende Stelle lautet: In historia celebris magi Christophori Wagenaer a pio quodam Viro germanice descripta, et in nostram dialectum translata legi aliquando (si bene memini, nam jam circiter 57 aut 58 sunt anni) responsum ejusdem Christophori datum miranti Paracelso etc. vgl. And 5216, so müsste an ein niederländisches Wagnerbuch wenigstens aus dem Jahre 1579 gedacht werden, denn seit dieser Zeit würen dann die 57/8 Jahre verflossen, was offenbar eine Unmöglichkeit ist, und man deswegen zu einer Verbesserung von 57/8 in 37/8 im Texte von Voetius Zuflucht zu nehmen hätte. Dann erhalten wir das Jahr 1598, welches mit den Tatsachen in Übereinstimmung gebracht werden kann. Nehmen wir aber die Erscheinungszeit des III. Teiles der Disputationes als Ausgangspunkt an, so erhalten wir das Jahr 1602 als die Zeit des Lesens. In beiden Fällen kann A gemeint sein, denn die Zeitangaben beziehen sich auf das Lesen und besagen nichts über die Drucke und deren Erscheinungszeit. Voetius hat nun unser Volksbuch noch in seinem Knabenalter gelesen.
1Von der Mitteilung des Vergleichs von E wird an dieser Stelle wegen zu geringer Abweichungen abgesehen.
2Sie hat z. B. sogar die Klammern, die in A vorkommen, in der Vorlage aber fehlen, beseitigt vgl. And 37, 27, 419, 629, 138, 2217, 266, 4927, 5630, 6221, 6923, 13110, 13625, 14120, 1481, 1676, 16930, 17311.