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| | | | | | Gunnar Bech
Über das niederländische Adverbialpronomen er1
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§ 1. Einleitung
In vielen Sprachen gibt es bekanntlich eine Gruppe adverbiale
Wörter, die mit Pronomina nahe verwandt sind, z.B. im Lateinischen:
| hic | huc | hinc | hac | vgl.
hic, |
| istic | istuc | istinc | istac | vgl.
iste, |
| illic | illuc | illinc | illac | vgl.
ille, |
| ibi | eo | inde | ea | vgl.
is. |
Solche Wörter wollen wir adverbiale Pronomina nennen. In den
germanischen Sprachen sind sie weder so zahlreich noch so systematisch geordnet
wie im Lateinischen. Jedoch nimmt das moderne Niederländische hier eine
Sonderstellung ein, indem es ausser hier und daar noch die
Innovation er besitzt, die ein sehr charakteristisches Element des
niederländischen Pronominalsystems ist. Es muss freilich bemerkt werden,
dass das englische there und das dänische der je zwei
Varianten aufweisen, eine betonte [ðε·ə], bzw.
[dε'r] und eine unbetonte [ðə], bzw.
[dər], und dass der Gegensatz zwischen betonter und unbetonter
Variante hier zum Teil der niederländischen Opposition | | | |
daar:
er entspricht. Aber das Niederländische ist die einzige germanische
Sprache, die diesen Gegensatz in die Schriftsprache aufgenommen hat, und das
niederländische er stimmt in seinen syntaktischen und semantischen
Funktionen in viel höherem Grade mit hier und daar
überein als das englische [ðə] mit here und
[ðε·ə] und das dänische [dər] mit
her und [dε'r].
Das niederländische System: hier, daar und er ist
in Wirklichkeit ziemlich einfach und erinnert durch seinen klaren Aufbau an das
lateinische. Die Funktionen der lateinischen Adverbialpronomina können in
der Form von Gleichungen beschrieben werden: hic (‘hier’):
hic (‘dieser’) = istic: iste = illic: ille =
ibi: is; hic (‘hier’): istic = huc: istuc =
hinc: istinc = hic (‘dieser’): iste usw. Eine
ganz ähnliche Proportionalität besteht offenbar bei den adverbialen
Pronomina hier und daar gegenüber den eigentlichen Pronomina
deze und die; denn hier verhält sich ja zu
deze wie daar zu die. (Vorläufig denken wir nur an
die substantivischen Pronomina deze und die, auf die
adjektivischen werden wir sogleich eingehen.) Wenn sich nun im
Niederländischen ein drittes Adverbialpronomen er entwickelt, so
bedeutet das eine Weiterführung dieser Proportionalität, so dass
jetzt nicht nur den demonstrativen Pronomina deze und die,
sondern auch dem persönlichen Pronomen der dritten Person hij ein
adverbiales Pronomen entspricht, und zwar dieses neue er. Mit anderen
Worten: hier: deze = daar: die = er: hij.
1
An die substantivischen Pronomina deze, die und hij
schliessen sich indessen nicht nur eine Reihe Adverbialpronomina hier,
daar und er, sondern auch eine Reihe von adjektivischen Pronomina
deze, die und de, - indem der bestimmte Artikel hier unter dem
Begriffe: adjektivisches Pronomen mit einbegriffen wird. Dies soll vor allem
besagen, dass der bestimmte Artikel sich auf dieselbe Weise zum unbetonten
persönlichen Pronomen der dritten Person, bzw. zu er verhält,
wie sich das adjektivische deze zum substantivischen deze, bzw.
zu hier und das adjektivische die zum substantivischen
die, bzw. zu daar verhält.
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Sowohl von den substantivischen als von den adverbialen Pronomina
kann man sagen, dass sie im allgemeinen eine repräsentative Funktion
haben: Sie vertreten irgend eine im Kontext (oder in der Situation) enthaltene
substantivische Grösse. Ausgenommen sind nur gewisse Verwendungen des
substantivischen het und des adverbialen er, die wir später
(§ 3 und § 5) behandeln werden.
Die wichtigsten Varianten der hier besprochenen Pronomina: deze,
die, hij/de; hier, daar, er enthalten ein gemeinsames semantisches Element,
das wir Bestimmtheit nennen können. Darüber hinaus enthalten
deze und die, bzw. hier und daar je ein weiteres
Element, wodurch sie in einem gegensätzlichen Verhältnis zueinander
stehen. Wir können es wohl so ausdrücken, dass deze und
hier das Element ‘Nähe’ und die und daar
das Element ‘Entferntheit’ einschliessen. In Bezug auf diese
Opposition verhalten sich das persönliche Pronomen der dritten Person, der
bestimmte Artikel und das Adverbialpronomen er völlig indifferent.
Mit anderen Worten:
| deze | = | hij/de | + | ‘Nähe’, |
| die | = | hij/de | + | ‘Entferntheit’, |
| hier | = | er | + | ‘Nähe’, |
| daar | = | er | + | ‘Entferntheit’. |
Für das Verhältnis zwischen substantivischem und
adjektivischem Pronomen gilt als allgemeine Grundregel, dass das
substantivische Pronomen mit dem entsprechenden adjektivischen Pronomen + einem
Substantiv äquivalent ist. Die Identität des Substantivs wechselt je
nach dem Kontext. Ob man die Ausdrucksweise: adjektivisches Pronomen +
Substantiv (z.B. de man) oder das entsprechende substantivische Pronomen
(z.B. hij, in casu = de man) vorzieht, hängt vor allem davon
ab, ob man im gegebenen Falle die Identität des betreffenden Substantivs
zu explizitieren wünscht oder nicht.
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Die Funktionen der adverbialen Pronomina können nach der
Stellung des Adverbialpronomens in zwei Gruppen geteilt werden. Beim ersten
Typus, der nur bei er vorkommt, steht das Adverbialpronomen an derselben
Stelle im Satz wie ein Subjekt, z.B. Er stond een man in de tuin. Diese
Verwendung wollen wir deshalb die subjektivische nennen. Beim
anderen Typus, der bei allen drei Adverbial-pronomina vorkommt, folgt das
Adverbialpronomen dagegen nicht demselben Wortstellungsprinzip wie
das Subjekt, z.B. Hij stond hier, Hij stond daar, Hij stond er. Diese
Verwendung wollen wir die nicht-subjektivische nennen.
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§ 2. Die präpositionale und die lokale
Variante
Es wird vermutlich praktisch sein, zunächst gewisse
nicht-subjektivische Typen zu behandeln. Als besondere Untergruppen muss man
hier die präpositionale und die lokale Verwendung unterscheiden. Bei der
ersteren ist das Adverbialpronomen mit einer Präposition verbunden, bei
der letzteren ist dies nicht der Fall, sondern das adverbiale Pronomen
drückt allein ein lokales Verhältnis aus.
Bei der präpositionalen Verwendung ist die Zugehörigkeit
des adverbialen Pronomens zum entsprechenden substantivischen - und dadurch
auch zum entsprechenden adjektivischen - Pronomen besonders deutlich zu
erkennen. Denn das substantivische Pronomen kann im allgemeinen nicht von einer
Präposition regiert sein, sondern wird hier durch das entsprechende
Adverbialpronomen ersetzt. Man sagt also hier (…) in statt
*in deze, daar (…) in statt *in die, er (…)
in statt *in hem, usw.
1
Wenn man in einer solchen Verbindung von Adverbialpronomen + Präposition
anstelle des Adverbialpronomens das Substantiv einsetzt, das es vertritt, - was
sehr oft möglich ist, - so muss | | | | dies Substantiv mit dem
adjektivischen Pronomen verbunden werden, dem das Adverbialpronomen entspricht,
z.B. hier (…) in = in dit boek, daar (…)
in = in dat boek und er (…) in = in het
boek.
1
Wir führen nun eine Reihe Beispiele für diese Konstruktion
an:
Mit er:
| Vergroot de onderneming; breng er nieuw bloed in
(er…in = in de onderneming). |
| Hij omvatte haar arm en drukte er zijn hoofdje tegen
(er…tegen = tegen de arm). |
| Hij heeft een brief van zijn moeder in de hand en doet alsof hij
er uit voorlezen wil (er…uit = uit de brief). |
| De ontwaakte aarde had de eerste zonnestralen vastgehouden en
maakte er een gouden siersel van (er…van = van de
zonnestralen). |
| Als ik het geld zelf eens uit de cassette van vader haalde en er
een schuldbekentenis voor in de plaats legde (er…voor =
voor het geld). |
Mit daar:
| Hij heeft een steekbeitel geleend. Daar zal hij de deur eenvoudig
mee openbreken (daar…mee = met die steekbeitel). |
Mit hier:
| Hij gaf de jongen een boek en zei: Ziehier, mijn vrindje! Lees
hier veel in (hier…in = in dit boek). |
| De vader geeft hem vijf en twintig gulden als beloning. Hiervoor
koopt hij boeken (hiervoor = voor deze vijf en twintig
gulden).
2 |
In vielen Fällen kann eine Präposition, die ein Substantiv
regiert, bekanntlich entweder vor oder hinter dies Substantiv gestellt werden.
3 Die durch diese Wortstellungsalternation angegebene
semantische Opposition wird bei der Verbindung von Adverbialpronomen +
Präposition aufgehoben; diese Verbindung ersetzt mit anderen Worten | | | | ebenso gut Substantiv + Präposition wie Präposition +
Substantiv: Hij reed er op = Hij reed op de brug oder Hij reed
de brug op.
Bisher haben wir nur den gewöhnlichen Fall berücksichtigt,
wo die durch das Adverbialpronomen vertretene Grösse ein einzelnes
Substantiv ist. Die adverbialen Pronomina können indessen auch wie die
substantivischen Pronomina im Neutrum Singularis (het, dat, dit) einen
ganzen Nexus repräsentieren.
1
Beispiele
Mit er:
Hij werkt elke avond tot laat in de nacht, om dit nieuwe vak er
bij te leren (er bij = bij het werk).
Je zetelde hier en geen haan kraaide er naar, .sc.: dat je
hier zetelde.
U kunt er op aan. Ik zal nooit meer misbruik van uw vertrouwen
maken.
Je bent een gelukskind. Maar veel plezier zul je er toch niet van
beleven.
Mit daar:
Sinds verleden week droeg die een bril en hij was daar nog erg
beschaamd over.
Ik moet naar Amsterdam en daar moet ik een voorwendsel voor
hebben, vgl. voor die reis.
Mit hier:
De stof van de Edda-liederen is voor een goed deel van Gotische
oorsprong. Maar ook afgezien hiervan, is voor de studie van iedere Germaanse
taal het Westgotisch van bijzonder belang.
Als ein wichtiger Sonderfall muss hier angeführt werden, dass
ein untergeordneter Nexus, wo er nicht unmittelbar von einer Präposition
regiert sein kann, durch ein präpositionales er (oder daar)
antizipiert wird.
Beispiele mit er:
Het gaat er om samen iets te maken van het leven.
Hij zal er alles op zetten op drie en twintig December gereed te
zijn.
Zij schrikte er voor terug precies te weten, hoe…
Ik herinnerde er aan, dat we elkander nu een jaar kenden.
Toen zij weg was, twijfelde hij er niet meer aan wie zij
was.
Hoe kom ik er achter, waar hij nu woont.
De gebroeders hadden er al samen over gesproken hoe zeer hij
veranderd was. | | | |
Es gibt bekanntlich eine ganz analoge Verwendung von
het:
Ik vind het prettiger (om) te lopen dan te
fietsen.
Ik vind het jammer dat je niet komen kan.
1
Beispiel mit daar:
Daar moet je Jansen voor zijn om zo iets te bekennen.
Die Verbindung: er + Präposition kann attributiv an ein
Substantiv geknüpft werden: Het huis en de tuin er achter. Hier ist
besonders zu bemerken, dass ein derartiges attributives er van sehr
häufig die Possessiva zijn, haar, hun ersetzt, wo die vertretene
Grösse kein Lebewesen ist: Wel ondergaat hij de kalmerende invloed van
de grote werkkamer, maar de schoonheid ervan ervaart hij maar zelden.
2
Wo die Präposition met oder zonder + ein
Substantiv an ein Substantiv, das kein Lebewesen bezeichnet, geknüpft
sind, kann man er + noch eine Präposition hinzufügen, welche
das spezifische Verhältnis zwischen den beiden Substantiven
ausdrückt:
Een bruine japon met fluwelen stukken erin (erin =
in de japon).
Een potkacheltje met een keteltje er op (er op = op
het potkacheltje).
Een schrift zonder etiket erop.
Een auto zonder iemand erin.
Wie die Beispiele zeigen, vertritt er hier das erste
Substantiv.
In éinem Falle kann das substantivische Pronomen von einer
Präposition regiert sein, und zwar, wo es (eine) Person(en) bezeichnet.
Hier ist die Konstruktion mit dem substantivischen Pronomen sogar die
normale:
Johannes zag dat het meisje naar hem bleef kijken.
Er was iets hoopvols en krachtigs om hem en in hem.
Aber auch hier kann das substantivische Pronomen - in der
alltäglichen Sprache - bisweilen durch das Adverbialpronomen ersetzt
werden:
Hij kent dit soort mensen precies, en hij weet er mee om te
gaan.
Er zijn er méér bij, die ongehuwde dochters hebben,
en ze zullen er stellig mee aan komen dragen. | | | |
Maar zijn achting voor zijn medemensen was, na al het kwaad dat
hij er de vorige avond van had moeten horen, niet gestegen.
Vgl. daar:
Ken je die dame? Ja, daar heb ik mee in dezelfde klas
gezeten.
1
Gewisse Partikeln haben zwei Varianten, von denen eine als
Präposition, die andere als Präverbium benutzt wird, tot: toe,
met: me(d)e. Die sonst präverbiale Variante wird jedoch
als Präposition verwendet, wo das Regimen ein Adverbialpronomen ist:
Het konijntje haalde met de voorpoot het lange oor over zijn
kopje, om er een traan mede uit het oog te wissen (er…mede =
met de voorpoot).
Deze omstandigheid heeft er toe bijgedragen, dat zijn vader
stierf (er toe = tot de dood van zijn vader).
Dies scheint der Annahme zu widersprechen, dass die Partikeln
aan, in usw. bei hier, daar und er Präpositionen
sind. Bei den Äquivalenzen er in = in de kamer usw.
dürfte es jedoch inkonsequent sein, die beiden in verschieden
aufzufassen. In beiden Konstruktionen ist es unmöglich, das Regimen zu
entternen, ohne dass man auch die Präposition eliminiert. Ausserdem ist es
sehr aufschlussreich, dass die Partikel van, die ja im Gegensatz zu den
übrigen Partikeln, von denen die Rede ist, an sich ein Regimen erfordert,
in Verbindung mit hier, daar und er verwendet werden kann.
Eine andere wichtige nicht-subjektivische Funktion des adverbialen
Pronomens ist wie gesagt die lokale. Das lokale Adverbialpronomen unterscheidet
sich im Grunde nur dadurch vom präpositionalen, dass keine
Präposition vorhanden ist. Man kann es eventuell so ausdrücken, dass
die Präposition bei der lokalen Variante latent, bei der
präpositionalen aber explizit ist. Denn wenn man ein lokales
Adverbialpronomen durch das Substantiv ersetzt, mit dem es äquivaliert,
so | | | | wird die Präposition explizit, z.B. hier = in dit
huis, daar = in dat huis, er = in het huis. Die Bedingungen,
worunter die Präposition latent sein kann, scheinen bei allen drei
Adverbialpronomina dieselben zu sein. Die Proportionalität hier:
deze = daar: die = er: hij/de hält auch hier stich:
Er bezeichnet den bestimmten Ort, hier den bestimmten nahen Ort
und daar den bestimmten fernen Ort. Wenn wir sagen, dass er den
bestimmten Ort bezeichnet, so meinen wir, dass das Substantiv der
Präpositionsverbindung, mit der er äquivalent ist, im
grammatischen Sinne bestimmt ist.
Wir führen nun eine Reihe Beispiele solcher lokalen
Konstruktionen an:
Mit er:
Hij was naar de stad gegaan om er met zijn zoon te spreken
(er = in de stad).
Het is jammer van die kastelen, de oude families wonen er niet
meer (er = in de kastelen).
Mit daar:
We hebben nu het huis van de leraar gekocht, maar daar kunnen we
niet wonen (daar = in dat huis).
Mit hier:
Hij kwam in mijn kamer, en hier zag hij zijn brief op de tafel
liggen (hier = *in deze).
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§ 3. Das repletive ‘er’
2
In dem Vorhergehenden haben wir uns nur mit solchen Fällen
beschäftigt, wo die Pronomina eine repräsentative Funktion haben.
Aber es gibt, wie wir schon oben (S. 7) bemerkt haben, auch gewisse
Konstruktionen, wo het und er keine repräsentative Funktion
haben. Es handelt sich vor allem um het und er als sogenanntes
‘formales Subjekt’. Diese subjektivischen
Verwendungen, wo het und er sozusagen nur dazu dienen, einen
Platz im Satzschema auszufüllen, wollen wir die repletiven
nennen. | | | |
Einer der interessantesten Beiträge zum Verständnis der
Konstruktion mit ‘formalem Subjekt’ ist von
Otto Jespersen gegeben worden. In seiner Philosophy
of Grammar5 (S. 154f.) schreibt er u.a.: ‘In connexion
with what has been said about the subject of a sentence being more special and
more definite than the predicative, we may mention the disinclination to take
as subject a word with the indefinite article… Instead of beginning a
story in this way: ‘A tailor was once living in a small house’,
etc., it is much more natural to begin: ‘Once upon a time there was a
tailor’, etc. By putting the word there in the place usually
occupied by the subject we as it were hide away the subject and reduce it to an
inferior position, because it is indefinite. The word there, which is
used to introduce such a sentence, though spelt in the same way as the local
there, has really become as different from it as the indefinite is from
the definite article; it has no stress and is generally pronounced with the
neutral (mid-mixed) vowel [ðə] instead of
[ðε.ə], its indefinite signification is shown by the
possibility of combining it in the same sentence with the local (stressed)
there and here. It is followed by an indefinite
subject’.
Was Jespersen hier über die Funktion des englischen
‘schwachen’ there sagt, gilt mutatis mutandis auch für
das niederländische repletive er. Das Niederländische hat
dieselbe ‘disinclination to take as subject a word with the indefinite
article’ oder richtiger: ein unbestimmtes Wort überhaupt, denn die
Regel umfasst ja auch Substantive im Plural ohne Artikel, Zahlwörter ohne
Artikel (+ Adjektiv und/oder Substantiv) und unbestimmte Pronomina (+ Adjektiv
und/oder Substantiv). Man sagt lieber Er staan honderd dollar ter
beschikking als Honderd dollar staan ter beschikking, und lieber
Er liep iemand achter hem als Iemand liep achter hem.
Nach Jespersen sollte diese Erscheinung also auf Grundlage seiner
allgemeinen Lehre, dass das Subjekt ‘more special and more definite than
the predicative’ ist, erklärt werden können. Ein Satz wie
Iemand liep achter hem läuft dieser Regel zuwider, weil das Subjekt
iemand unbestimmt ist, und wird deshalb durch Hinzufügung von
er verandert. Es leuchtet indessen keineswegs ein, dass der Satz dadurch
mit der Jespersenschen Regel in Übereinstimmung gebracht werden sollte;
denn das ‘logische Subjekt’ iemand bleibt ja unbestimmt. Nur
wenn man behauptet, dass nicht das unbestimmte Wort, sondern er
(engl. | | | |
there) das Subjekt ist, und dass dieses er die
für ein normales Subjekt erforderliche Bestimmtheit einschliesst, wird die
Konstruktion auf Grundlage der Jespersenschen Voraussetzungen erklärbar.
Diesen Schluss zieht Jespersen aber nicht; im Gegenteil unterstreicht er ja an
der zitierten Stelle, dass there eine ‘indefinite
signification’ hat. Und was die Identität des Subjekts betrifft,
besteht Unklarheit: In dem soeben angeführten Zitat versucht er die
Schwierigkeit durch eine metaphorische Ausdrucksweise zu umgehen, indem er
schreibt, dass ‘we as it were hide away the subject and reduce it to an
inferior position’. Hier betrachtet
Jespersen also immer noch das unbestimmte
‘logische’ Subjekt als das Subjekt und erzielt somit nicht eine
Interpretation, durch welche die there-Konstruktion mit der Lehre von
der Bestimmtheit des Subjekts in Einklang gebracht wird.
In einem früheren Werke, Sprogets Logik, S. 72, wo
Jespersen das dem engl. there [ðə] und dem niederl.
er entsprechende dänische der [dər] behandelt,
scheint dagegen dieses der als das Subjekt schlechthin
aufgefasst worden zu sein ‘…det helt ubestemte anerkendes ikke
rigtig af sproget som subjekt, og på det sted hvor ellers det mest
specielle (subjektet) står, saettes så det lille ord
der, som altså faktisk er (d.v.s. behandles som) det egentlige
subjekt’.
1
Aber auch nicht hier wird das ‘formale’ Subjekt als
bestimmt aufgefasst. Und wenn man versucht, das hier gesagte auf das
Niederländische zu übertragen, entsteht ein weiterer, schwerwiegender
Einwand; denn im Niederländischen kongruiert das Satzverb im Numerus mit
dem unbestimmten ‘logischen’ Subjekt - und nicht mit er, das
überhaupt keinen Einfluss auf den Numerus des Verbs hat. Hier wäre es
also ganz unberechtigt zu behaupten, dass er ‘das eigentliche
Subjekt’ sei.
Jespersen gibt somit keine eindeutige Antwort auf die Frage, die in
diesem Zusammenhang für ihn das allergrösste Interesse haben
müsste, nämlich die Frage, welches Glied im besprochenen Satztypus
das Subjekt ist. Die Unklarheit beruht darauf, dass der Begriff Subjekt in | | | | zwei
verschiedenen Bedeutungen gebraucht wird, und zwar einerseits von dem, was man
das topische Subjekt nennen kann, d.h. ein Satzelement, das sich
in Bezug auf die Wortstellung wie ein Subjekt verhält, andererseits vom
grammatischen (oder ‘ontologischen’)
Subjekt. In einem Satze wie Er stond een man in de tuin ist
das Adverbialpronomen er topisches Subjekt, während een man
das grammatische Subjekt ist. Das grammatische Subjekt ist wie gesagt im
Gegensatz zum topischen durch Numeruskongruenz mit dem Satzverb
charakterisiert. Wenn man im angeführten Satze een man durch
twee mannen ersetzt, muss man ja ausserdem stond zu
stonden verändern. Dadurch kann man een man, bzw. twee
mannen als grammatisches Subjekt erkennen.
Es gibt also keine eindeutige Antwort auf die Frage: Was ist
das Subjekt des Satzes Er stond een man in de tuin?
Dass man das topische Subjekt als ein Satzelement, das auf dem
Platze eines Subjekts steht, definieren kann, beruht natürlich darauf,
dass das topische und das grammatische Subjekt sonst identisch sind; im Satze
De man stond in de tuin ist de man sowohl topisches als
grammatisches Subjekt. Der Subjektsplatz ist also der Platz im Satze, auf dem
das Subjekt in den Fällen steht, wo es nur éin - sowohl topisches
als grammatisches - Subjekt gibt.
Um die repletive er-Konstruktion richtig beurteilen zu
können, muss man ferner darauf aufmerksam sein, dass sie, abgesehen von
gewissen speziellen Fällen, auf die wir später (S. 20) eingehen
werden, nur in Sätzen mit intransitivem oder passivischem Verbum verwendet
wird, d.h. in Sätzen, die kein (eigentliches) Objekt enthalten. Denn durch
die Einführung von er wird das grammatische Subjekt auf den
Objekt-splatz gestellt, d.h. an die Stelle, wo in transitiven Sätzen das
Objekt steht. Wir wollen deshalb sagen, dass das grammatische Subjekt des
repletiven er-Satzes topisches Objekt ist. Was mit der
Einführung des repletiven er geschieht, ist also, dass der
intransitive oder passivische Satz in Bezug auf die Wortstellung genau
denselben Aufbau wie ein transitiver Satz bekommt. Wenn man einen Satz wie
Een man stond in de tuin durch Hinzufügung von er zu Er
stond een man in de tuin verändert, so entsteht ja ein Satz, der
hinsichtlich der Wortstellung mit Ik zag een man in de tuin od.
ähnl. vollkommen isomorph ist.
1
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Abgesehen von gewissen Spezialfällen (S. 20) ist es also
unmöglich, ein repletives er in einem Satze mit eigentlichem Objekt
zu haben; denn in einem solchen Satze sollten das Objekt und das grammatische
Subjekt an derselben Stelle stehen, was selbstverständlich ausgeschlossen
ist.
Eine präzise Beschreibung der Isomorphie zwischen repletivem
und transitivem Satze kann folgendermassen formuliert werden: Jeder repletive
Satz, der ausser dem topischen Subjekt er auch ein grammatisches Subjekt
enthält, kann - ohne sonstige Veränderungen -zu einem transitiven
Satz umgeformt werden, mit dem der repletive Satz in Bezug auf die Wortstellung
völlig isomorph ist, indem man er durch ein persönliches
Pronomen im Nominativ (oder men) und das Satzverb durch ein transitives
Verbum im Aktiv ersetzt; zwischen beiden Satzausdrücken bestehen somit
keine anderen Unterschiede, als dass der repletive Satz ein er auf dem
Platze hat, wo der transitive Satz ein persönliches Pronomen im Nominativ
(oder men) hat, und dass der repletive Satz ein intransitives oder
passivisches Verbum hat, wo der transitive Satz ein transitives, aktives Verbum
hat. Insbesondere ist zu bemerken, dass das topische Objekt (= das grammatische
Subjekt) des repletiven Satzes mit dem - topischen und grammatischen - Objekt
des transitiven Satzes identisch ist. Appliziert man diese
Isomorphieregel auf unser Beispiel Er stond een man in de
tuin, wird die Umformung z.B. folgendermassen vorgenommen werden
können: Das topische Subjekt er wird durch das topische und
grammatische Subjekt ik ersetzt, und das intransitive stond wird
durch das transitive zag ersetzt; der Rest des Satzes een man in de
tuin bleibt unverändert. Dadurch entsteht der Satz Ik zag een man
in de tuin, der mit Er stond een man in de tuin isomorph ist. Das
topische Objekt des repletiven Satzes een man ist identisch mit dem
Objekt des transitiven Satzes een man, und steht auf demselben Platz wie
dieses Objekt.
Bei passivischen er-Sätzen braucht man nicht das
Hauptverbum, d.h. das Partizipium zu verändern, sondern es genügt,
das Hilfsverbum worden oder zijn durch hebben zu ersetzen:
Er werd een boek op de tafel gevonden transformiert man also zu Ik
had een boek op de tafel gevonden.
Die repletiven er-Sätze zerfallen nach der Wortstellung
in drei Typen. Diese Typen sind. | | | |
1o
Der normale Hauptsatztypus: Hier steht er an erster Stelle
(eventuell nach einer Partikel, die ohne Einfluss auf die Wortstellung ist) und
unmittelbar vor dem finiten Verbum: (en) er stond een man in de
tuin.
2o
Der normale Nebensatztypus: Hier steht er unmittelbar nach
der Konjunktion, die die Nebensatzwortstellung hervorruft, und nie in
unmittelbarer Nähe des finiten Verbs: …dat er een man in de tuin
stond.
3o
Der invertierte Typus: Hier steht er unmittelbar nach dem
finiten Verbum. Zwei Untertypen sind zu unterscheiden:
a) der interrogativ-konditionale: Stond er een man in de
tuin…(?)
b) der nicht interrogativ-konditionale: Toen stond er een
man in de tuin; In de tuin stond er een man.
Die entsprechenden - isomorphen! - Sätze mit persönlichem
Pronomen im Nominativ (oder men) + transitivem, aktivem Verbum + Objekt
weisen genau dieselben Wortstellungstypen auf:
1o Hij zag een man in de tuin.
2o …dat hij een man in de tuin zag.
3o a) Zag hij een man in de
tuin…(?)
b) Toen zag hij een man in de tuin; In de tuin zag hij een
man.
Bei den zwei letzten Typen des repletiven er-Satzes:
2o und 3o kann er bisweilen ausgelassen werden,
ohne dass dies die Wortstellung beeinflusst. Beim ersten Typus: 1o
dagegen kann er nicht weggelassen werden, ohne dass die Wortstellung
verändert wird; das grammatische Subjekt wird dann auf den Platz des
topischen Subjekts hervorgerückt: Een man stond in de tuin. Bei der
Weglassung von er wird das grammatische Subjekt natürlich immer
zugleich topisches Subjekt.
Als Beispiele der repletiven er-Konstruktion können wir
anführen:
1o
Want er was nog altijd een grote dankbaarheid in haar.
Er waren wel verscheidene grotere meisjes op haar advertentie
gekomen.
Er speelden toen kleine kinderen op het terras.
Er keert in hem iets terug uit de vroegere tijd.
Er scheen aan de loop van het water geen einde te komen.
Er was aan 't eind van de zaal een troon gebouwd.
Er viel een enkele zonnestraal over zijn hoofd. | | | |
Er waren tranen in zijn ogen.
Er zullen meer boeken volgen.
Er gaat iets nieuws gebeuren.
Doch er was geen vertrouwen meer in de schuwe glurende
ogen.
Er werden veel prijzen uitgedeeld.
Er woei een Oostenwind.
Er valt een zwijgen.
Er komt oorlog.
Er bestaat geen groter waanzin.
Vgl. ohne er:
Een golving voer door het volk.
Een kranke ontroering was over hem gekropen.
Een vrouw kwam haastig de weg afdalen.
Vluchtige beelden van de toekomst verschenen en gleden weer
heen.
Zonnige wolken gingen hoog boven de daken.
…en geen woord kwam over haar lippen.
2o
…toen er onverwacht en haastig een meisje in de keuken
kwam.
…dat er toch eens een wonder mocht gebeuren.
…dat er geen man bij je komt werken.
…als er iets voor hem betaald moet worden.
…wanneer er een definitieve regeling wordt
bereikt.
…of er wonderen konden gebeuren.
…dat er een zware regen viel.
Vgl. ohne er:
…dat een groot leger in aantocht was.
…alsof een afstand tussen ons ontstond.
3o
De tweede maal stond er juist een jongetje aan de
voordeur.
Zo blijft er nooit iets over voor mij of voor Louise.
Toen kwam er een grote weemoed in Johannes' hart.
Eindelijk is er een geweldige storm gekomen.
…en zo komen er kleine schulden.
Vgl. ohne er:
In de tuin waren overal schuttingen en broeikasten.
Aan de drie vrije kanten daarvan stond een stoel
bijgeschoven.
Die wichtigste Ausnahme von der Regel, dass das repletive er
nur | | | | in Sätzen ohne eigentliches Objekt vorkommt, ist der Fall,
wo das Satzverb reflexiv ist. Man sagt z.B. Er meldt zich niemand. Dass
das repletive er hier verwendet werden kann, beruht ohne Zweifel darauf
dass das Verbum und das reflexive Pronomen so eng verbunden sind, dass sie eine
Einheit bilden, die einem intransitiven oder passivischen Verbum gleichzusetzen
ist. Will man einen solchen reflexiven Satz nach der Isomorphieregel (S. 17) zu
einem normalen transitiven Satz umformen, so muss man das Verbum und das
Reflexivpronomen durch ein transitives Verbum ohne Reflexivpronomen ersetzen:
Ik vind niemand. Vgl. Daar begonnen drie kikkers een inleiding tot
een langzame wals te zingen en er vormden zich paartjes (…men
vormde paartjes).
Die Verbindung: Reflexivpronomen + Verbum ist natürlich mit dem
trennbaren Verbalkompositum: Partikel + Verbum nahe verwandt Dasselbe gilt
für gewisse Verbindungen von transitivem Verbum + artikellosem Substantiv.
Auch hier kann die repletive er-Konstruktion vorkommen:
Het is of er in mij iets nieuws baan breekt.
....echter hebben er in de loop van de tijd veel veranderingen
plaats gehad.
Es würde jedoch zu weit führen, die hierher gehörigen
Spezialitäten in Einzelheiten zu erörtern. Das repletive er
scheint nur in Sätzen vorzukommen, die nicht ins Passiv umgesetzt werden
können, - eventuell aus dem Grunde, weil sie schon im Passiv stehen. Dies
gilt auch füur die hier angeführten Fälle, wo der er-Satz
ein Objekt enthält.
Wenn wir gesagt haben, dass ein repletiver er-Satz im
allgemeinen kein eigentliches (d.h. grammatisches) Objekt ausser dem topischen
enthalten kann, so haben wir nur das direkte Objekt (das
‘Akkusativ-objekt’) vor Augen gehabt. Dagegen ist ein indirektes
Objekt (ein ‘Dativobjekt’) keineswegs ausgeschlossen; das Satzverb
hat aber auch hier die bei repletiven er-Sätzen gewöhnliche
Beschaffenheit: Es ist kein aktives Transitivum. Als Beispiel kann ein Satz wie
Er wacht u een verrassing angeführt werden; hier ist u das
indirekte Objekt een verrassing das topische Objek. Ein solcher Satz
kann auf ganz normale Weise nach der Isomorphieregel (S. 17) zu einem
transitiven Satze umgeformt werden, wobei das indirekte Objekt indirektes
Objekt bleibt, während das topische Objekt zum direkten Objekt wird,
z.B. | | | |
Hij bereidt u een verrassing. Mit anderen Worten: Im
repletiven er-Satz kann man ein topisches Objekt + ein indirektes Objekt
haben, auf genau dieselbe Weise, wie man im transitiven Satz ein direktes
Objekt + ein indirektes Objekt haben kann. Die Stellung der beiden Satz-teile
ist in den beiden Fällen dieselbe. Als indirektes Objekt eines repletiven
er-Satzes steht eventuell, wie unser Beispiel zeigt, ein im
grammatischen Sinne definites Wort (in casu u), das ja als topisches
Objekt ausgeschlossen ist.
1
Man findet bisweilen ein repletives er in einem Satze, der
ein prädikatives Adjektiv enthält, besonders beim Ausdruck nodig
zijn, z.B. Er zijn duizend gulden nodig. Ein solcher Satz entspricht
ganz regulär einem transitiven Satze, in dem das Adjektiv (als
Objektsprädikat) zum Objekt gehört, genau wie es im er-Satze
zum topischen Objekt gehört. Die Isomorphieregel hält deshalb hier
ohne Modifikationen stich: Ik heb duizend gulden nodig. Weitere
Beispiele:
…dat er velen gelukkig werden die sterk genoeg waren om
waarlijk te lijden, vgl. dat hij velen gelukkig maakte…
Er is iets stuk, vgl. hij slaat iets stuk.
Ausser dem repletiven er gibt es auch ein repletives
het, d.h. ein het, das keine repräsentative Funktion hat,
sondern nur zum Ausfüllen des Subjektplatzes dient.
2 Dieses
het wird jedoch nicht verwendet, wo ein topisches Objekt da ist. Wo aber
kein solches topisches Objekt vorhanden ist, gebraucht man als topisches
Subjekt teils het, teils er, und zwar so, dass man het bei
aktiven, und er bei passiven Verben verwendet. Auf Grundlage dieser
Regeln versteht man solche Alternationen wie Het waait: Er waait een koude
Oostenwind und Het wordt koud: Er wordt gewerkt. Und man versteht
ferner, dass das repletive het nur mit einem Verbum im Singularis
vereinbar ist, während er ja mit beiden Numeri verbunden werden
kann (S. 15f.).
Der repletive er-Satz ohne topisches Objekt ist isomorph mit
einem aktiven Satz, den man dadurch bildet, dass man er durch ein
persönliches Pronomen im Nominativ (oder men) und das
passivbildende | | | | Hilfsverbum worden oder zijn durch das
aktivbildende Hilfsverbum hebben ersetzt:
Er wordt gevochten, vgl. hij heeft gevochten.
Er is lang onderhandeld, vgl. hij heeft lang
onderhandeld.
Laat in de avond werd er gebeld, vgl. laat in de avond
heeft hij gebeld.
Beispiele mit het:
Het regent.
Het schemert.
Het wintert.
Het is laat.
Het was leeg in de kamer.
Desgleichen können sowohl er als het als
topisches Subjekt fungieren, wo das grammatische Subjekt ein nachfolgender
Nebensatz oder Infinitivnexus ist. Die Wahl zwischen er und het
geschieht nach demselben Prinzip wie bei den soeben behandelten Konstruktionen
ohne topisches Objekt.
Bei der er-Konstruktion gilt die gewöhnliche
Isomorphieregel (S. 17); der als grammatisches Subjekt aufzufassende Nexus ist
also topisches Objekt:
Er werd besloten verdere berichten af te wachten, vgl. hij
had besloten verdere berichten af te wachten.
Er is gezegd dat hij alles betaald heeft, vgl. hij heeft
gezegd dat…
Dagegen kann die Isomorphieregel natürlich nicht auf die
het-Konstruktion appliziert werden:
Het is moeilijk hem tevreden te stellen.
Het doet me genoegen u te ontmoeten.
Het gelukte ons op tijd klaar te komen.
Het verwondert me dat hij mee doet.
Wie die Beispiele zeigen, kann ein solcher het-Satz ein
Objekt enthalten.
Für die repletiven Konstruktionen gilt die
Proportionalität hier: deze = daar: die = er: hij in
dem Sinne, dass sowohl er als das entsprechende substantivische Pronomen
het eine repletive (subjektivische, nicht-repräsentative) Funktion
haben, während dies bei den übrigen besprochenen Pronomina nicht der
Fall ist. | | | |
Zum Schluss geben wir eine schematische Übersicht über die
drei Hauptverwendungstypen des repletiven er zusammen mit den dazu
gehörigen isomorphen Sätzen:
A
1. Er ligt een brief op de tafel.
Er heeft een brief op de tafel gelegen.
2. Ik vind een brief op de tafel.
Ik heb een brief op de tafel gevonden.
B
1. Er wordt een brief op de tafel gevonden.
Er wordt besloten de berichten af te wachten.
2. Ik heb een brief op de tafel gevonden.
Ik heb besloten de berichten af te wachten.
C
1. Er wordt gebeld.
2. Ik heb gebeld.
A 1. Das Verbum ist intransitiv und aktiv. Es gibt ein topisches
Objekt.
A 2. Das Verbum ist transitiv und aktiv. Es gibt ein grammatisches
Objekt.
B 1. Das Verbum ist transitiv und passiv. Es gibt ein topisches
Objekt.
B 2. Das Verbum ist transitiv und aktiv. Es gibt ein grammatisches
Objekt.
C 1. Das Verbum ist intransitiv und passiv. Es gibt kein topisches
Objekt.
C 2. Das Verbum ist intransitiv und aktiv. Es gibt kein
grammatisches Objekt.
Bei A wird das intransitive Hauptverbum durch ein
Transitivum ersetzt. Bei B und C wird das intransitive Hilfsverbum
worden oder zijn durch das Transitivum hebben ersetzt.
| |
§ 4. ‘Er’ mit Doppelfunktion.
Nun könnte man sich aber einen Satz vorstellen, in dem sowohl
ein präpositionales oder lokales er als auch ein repletives
er vorkamen. Es könnte z.B. in irgend einem Kontext erwünscht
sein, im Satze Er ligt
| | | |
een brief op de tafel die
Präpositionsverbindung op de tafel durch ein präpositionales
oder lokales er, d.h. durch er…op oder er zu
ersetzen, weil es im betreffenden Zusammenhang klar ist, dass man von de
tafel spricht. Es wäre nun zu erwarten, dass das Ergebnis *Er ligt
er een brief (op) sein müsste. Aber statt dessen sagt man Er
ligt een brief (op).
1 Mit anderen Worten: Anstatt sowohl das repletive als
auch das präpositionale oder lokale er zu verwenden, gebraucht man
nur éin er, das auf dem Platz des Repletivums steht. Dieses
subjektivische er trägt dann sowohl die repletive als
die präpositionale oder lokale Funktion, es ist sowohl topisches Subjekt
als das Regimen einer Präposition, bzw. Ortsangabe. Was die Beschaffenheit
des Verbs betrifft, verhalten sich solche Sätze genau wie normale
repletive er-Sätze. Das Satzverbum ist also intransitiv oder
passivisch. Abgesehen von der Weglassung des nicht-subjektivischen er
sind Sätze mit doppelfungie-rendem er ganz wie gewöhnliche
repletive er-Sätze isomorph mit transitiven Sätzen. Dies kann
auf normale Weise mit Hilfe der Isomorphieregel (S. 17) dargetan werden, nur
dass man im transitiven Satz das ausgelassene nicht-subjektivische er
hinzufügen muss. Unser Beispiel Er ligt een brief (op) wird
also zu Ik vond er een brief (op) od. ähnl. umgeformt. Man
findet natürlich dieselben drei Wortstellungstypen wie beim
gewöhnlichen repletiven er (vgl. S 18f.).
Beispiele mit repletiv-präpositionalem er:
1o
Daar zal hij de deur eenvoudig mee openbreken, want er zit een
ondeugdelijk slot op (= op de deur).
Hij was er ook met onze wagen; er zaten acht soldaten in volle
uitrusting in (= in de wagen).
Ze vroegen nog honderd dingen; er kwam geen eind aan (=
aan het vragen).
2o
Het gezicht is nog rozig en fris en alsof er altijd een glimlach
over ligt (= over het gezicht).
3o
Toen kwam hij bij de vijver en het huis. De ramen waren wijd
open. Zouden er mensen in gekomen zijn? (= in het huis). | | | |
Beispiele mit repletiv-lokalem er:
1o
Een duizend sprongen hier vandaan is een mensenhuis gebouwd. En
er zijn mensen komen wonen met honden (= in het huis).
2o
Hij zei dat het huis goed was en dat er drie families konden
wonen (= in het huis).
3o
Veel adellijke geslachten hebben dit huis bewoond, en nu huist er
een bankier (= in het huis).
Während der Satz mit doppelfungierendem er wie gesagt in
Bezug auf die Beschaffenheit des Satzverbs mit dem gewöhnlichen repletiven
er-Satze genau übereinstimmt, so weicht er in einem anderen Punkte
von der normalen Repletivkonstruktion ab, und zwar indem das topische Objekt
hier bisweilen definit sein kann:
Het volle haar is al grijs; maar er zit dezelfde vrolijke slag in
als toen in zijn jongensjaren (= in het haar).
Nu is er dit van geworden.
Die adverbialen Pronomina daar und hier haben wie oben
(S. 7) behauptet immer eine repräsentative (hinweisende) Funktion und
können deshalb nicht repletiv verwendet werden. Man kann in ein und
demselben Satze sowohl ein (rein) repletives er als ein
präpositionales oder lokales daar oder hier haben: Er
ligt daar een brief (op) (z.B. = op die tafel). Steht
daar oder hier an erster Stelle, wird er weggelassen, wenn
der Satz ein topisches Objekt enthält: Daar ligt een brief
(op) (vgl. S. 30). In passivischen Sätzen ohne topisches Objekt
wird ein repletives er dagegen manchmal hinzugefügt, wenn das an
erster Stelle stehende daar oder hier besonders betont ist:
Hier wordt er gewerkt.
1
| |
§ 5. Nicht-subjektivisches ‘er’ ohne
repräsentative Funktion
Die repletive Verwendung von er ist nicht der einzige Fall,
wo er keine repräsentative Funktion hat.
Erstens gibt es eine Reihe (kolloquiale) Redewendungen, wo ein
präpositionales er kein nachweisbares Substantiv zu vertreten
scheint:
Hij ziet er ziek uit. | | | |
Nu is het er op of er onder.
Hij kreeg het er door, usw.
1
Es ist bemerkenswert, dass das entsprechende substantivische
het als Objekt - ebenfalls in bestimmten (alltäglichen)
Verbindungen - eine ganz ähnliche nicht-repräsentative Funktion haben
kann:
Heb je het goed gehad?
Hoe vind je het hier? usw.
2
Zweitens müssen wir hier eine Variante von er
erwähnen, die wir die existentielle nennen können.
Dieses er wird mit dem Verbum zijn verbunden, und er zijn
(vgl. deutsch dasein) bedeutet dann ‘existieren, vorkommen,
vorhanden sein, stattfinden’.
3 Wenn man
dem existentiellen er eine repräsentative Funktion beilegen will,
so muss man es als = in de wereld od. ähnl. auffassen. Es ist ohne
Zweifel ein Sondertypus des lokalen er. Dass es an sich nicht repletiv
ist, geht u.a. daraus hervor, dass es mit einem persönlichen Pronomen im
Nominativ zusammen stehen kann:
Je weet dat ik er ben.
Contrôle is er ten hoogste eens per maand, en ze is er net
geweest.
Jedoch steht es häufig zugleich als topisches Subjekt genau wie
das repletiv-lokale er, zu dem es dann als eine Variante aufgefasst
werden muss:
Er was niemand.
Hij wist dat er geen toekomst was.
| |
§ 6. Das quantitative ‘er’. Schluss
Zum Teil ausserhalb des systematischen Zusammenhangs steht das
er, das sich im Gegensatz zu den bisher besprochenen aus unbetontem
daar entstandenen Varianten aus einem alten Genitiv Pluralis des
persönlichen Pronomens der 3. Person (iro) entwickelt hat. Ich
möchte vorschlagen, dieses er das quantitative
er zu nennen, weil es in Verbindung mit Quantitätsbezeichnungen
vorkommt. Es erinnert in seinem Gebrauch an das französische en,
hat aber viel beschränktere | | | | Verwendungsmöglichkeiten, da
es nur mit indefiniten adjektivischen Quantitätsangaben verbunden wird.
Diese Quantitätsangabe kann ein unbestimmtes adjektivisches Pronomen oder
eine Kardinalzahl ohne Artikel sein:
Er zal geen telefoon gaan, want ik heb er geen.
Als Sprotje weer 's avonds met 'r keukenstoel kwam aandragen, zei
juffrouw Jonkers: ‘Laat maar, Marie, je mag er wel een uit de kamer
nemen’.
Die gewöhnliche Funktion des quantitativen er kann durch
die folgende Formel beschrieben werden: er + Quantitätsbezeichnung
= die betreffende Quantitätsbezeichnung + ein Substantiv, das im
vorausgehenden Kontext enthalten ist. Die soeben angeführten Beispiele
bedeuten also dasselbe wie: ....want ik heb geen telefoon und ....je
mag wel een stoel uit de kamer nemen.
Dies quantitative er ist mit anderen Worten äquivalent
mit einem unbestimmten Substantiv. Dadurch unterscheidet es sich
grundsätzlich von den Varianten, wo er grammatische Bestimmtheit
involviert.
Weitere Beispiele des quantitativen er:
Wat weten ze hier van een kameel, ik heb er zelf nooit een
gezien (er ....een = een kameel).
‘Je hebt zelf maar twee voorbeelden kunnen
noemen.’
‘O nee, ik weet er meer’ (er…meer =
meer voorbeelden).
Das quantitative er kann man mit einer unbestimmten
Quantitätsangabe verbinden, die an sich substantivisch ist, die aber die
Fähigkeit hat, als Attribut zu einem anderen Substantiv zu fungieren. Man
kann sagen: (Ik heb) een boel boeken, een massa boeken, een tiental
boeken, een stuk of tien boeken, usw., oder statt dessen: (Ik heb)
er een boel, er een massa, er een tiental, er een stuk of tien.
1 Die gewöhnliche Regel: er + Quantitätsbezeichnung
= die betreffende Quantitätsbezeichnung + Substantiv trifft natürlich
auch auf diese Konstruktion zu.
Wie die vorhergehenden Beispiele gezeigt haben werden, ist es
irreführend, das quantitative er ohne weiteres als
‘partitiv’ zu charakterisieren. Nur wenn die im er-Satz
enthaltene Quantitätsangabe einen | | | | Teil einer bestimmten,
grösseren Quantität bezeichnet, ist es berechtigt, von einer
partitiven Verwendung von er zu sprechen. In den bisher angeführten
Fällen ist das Substantiv, worauf er hinweist, weder bestimmt noch
eine grössere - geteilte - Quantität. Aufschlussreich ist auch ein
Fall wie: hij heeft vijf boeken, maar ik heb er tien.
1
Das quantitative er kann jedoch auch eine
partitive Funktion haben und ist dann gleich *van hen, bzw. van
de + Substantiv:
Luidkeels lachten de drie vrienden. ‘En hoe liep het
af?’ vroeg er een (= een van de drie vrienden).
Op de grond lagen vele burgers in de zon, en wanneer er een
trachtte op te staan hieuw een Saraceen hem neder (= een van de
burgers).
Dieses partitive er vertritt bisweilen eine im selben Nexus
enthaltene, vorausgehende Präpositionsverbindung mit van:
Als de juffrouw van de drie plakjes spek op haar brood er toch
nog een terugnam, dan…
Met kost betaalt hij van zijn veertig gulden er zeven en twintig
vijftig.
Das quantitative er ist ja eine nicht-subjektivische Variante
und hat im Grossen und Ganzen dieselbe Wortstellung wie die präpositionale
und lokale Variante. Nun gilt indessen die Regel, dass man nie zwei er
nebeneinander haben kann, sondern statt dessen nur éin er
gebraucht. Deshalb ist es im allgemeinen ausgeschlossen, sowohl ein
quantitatives als auch ein präpositionales oder lokales er in ein
und demselben Satze zusammen zu haben. Das quantitative er kann aber im
Gegensatz zum präpositionalen und lokalen er mit einem repletiv
fungierenden er zusammen vorkommen, d.h. man kann in ein und demselben
Satz sowohl ein quantitatives er als ein repletives,
repletiv-präpositionales oder repletiv-lokales er haben, wenn die
beiden er nicht nebeneinanderstehen.
Wir können eine Synopsis der vorliegenden
Hauptmöglichkeiten in der Form der folgenden Beispiele geben: | | | |
A
1. Hij vond vijf brieven op de tafel =
2. Hij vond er vijf brieven (op) =
3. Hij vond er vijf op de tafel =
4. Hij vond er vijf (op).
B
1. Er lagen vijf brieven op de tafel =
2. Er lagen vijf brieven (op) =
3. Er lagen er vijf op de tafel =
4. Er lagen er vijf (op).
C
1. Toen lagen er vijf brieven op de tafel =
2. Toen lagen er vijf brieven (op) =
3. Toen lagen er vijf op de tafel =
4. Toen lagen er vijf (op).
Wir finden hier die drei Grundvarianten:
1o das repletive er, d.h. er als topisches
Subjekt,
2o a. das präpositionale er (= de
tafel),
b. das lokale er (= op de tafel) und
3o das quantitative er (= brieven),
sowie Kombinationen dieser Varianten, und zwar folgendermassen:
A 2. er ist präpositional oder lokal.
3. er ist quantitativ.
4. er ist quantitativ und präpositional oder lokal.
B 1. er ist repletiv.
2. er ist repletiv und präpositional oder lokal.
3. Das erste er ist repletiv, das zweite quantitativ.
4. Siehe unten!
C 1. er ist repletiv.
2. er ist repletiv und präpositional oder lokal.
3. er ist repletiv und quantitativ.
4. er ist repletiv, quantitativ und präpositional oder
lokal.
1
Wie die Konstruktion B 4 aufgefasst werden soll, ist zweifelhaft. | | | | Man könnte zwei verschiedene Interpretationen vorschlagen:
Entweder ist das erste er rein repletiv, das zweite quantitativ und
präpositional oder lokal (vgl. A 4), oder das erste er ist repletiv
und präpositional oder lokal, das zweite quantitativ (vgl. B 2).
Auf der einen Seite spricht ein bemerkenswerter Umstand für die
erstere Interpretation. Es scheint nämlich die folgende Regel zu gelten:
Wo ein Satz zwei Adverbialpronomina und eine mit einem dieser
Adverbialpronomina verbundene Präposition enthält, da gehört das
zuletzt stehende Adverbialpronomen als Regimen zur Präposition. Dies zeigt
ein - seltener - Fall wie: (Wij betalen je goed voor je werk, maar)
daar wordt, er geen duit voor gegeven. Der Satz daar wordt er geen
duit voor gegeven kann nie dieselbe Bedeutung haben wie er wordt daar
geen duit voor gegeven = daar wordt geen duit voor gegeven. Bei der
Wortstellung daar…er… gehört voor zu
er, sodass er (repletiv-)präpositional ist (in casu:
er…voor = voor het werk, d.h. voor je werk),
während daar lokal ist (in casu z.B. = bij die firma). Bei
der Wortstellung er…daar… gehört voor dagegen
zu daar, sodass er rein repletiv ist (daar…voor =
voor die/dat + irgend ein Substantiv, z.B. dat werk). Die Regel
gilt auch für die latente Präposition des lokalen Typus;
denn daar liggen er boeken ist nicht synonym mit er liggen daar
boeken = daar liggen boeken. Bei der Wortstellung
daar…er… ist er (repletiv-)lokal, und daar
ist rein lokal. Er und daar sind also zwei von einander
unabhängige Lokalitätsangaben, z.B. er = op de tafel,
daar = in die kamer (im Gegensatz zu einem anderen Zimmer, wo etwas
anderes auf dem Tische liegt). Bei der Wortstellung
er…daar… ist er dagegen rein repletiv, während
daar lokal ist, z;B. = op die tafel. Es besteht also ein
vollkommener Parallelismus zwischen den präpositionalen und lokalen
Konstruktionen. Dass er bei der Wortstellung
daar…er… nicht rein repletiv ist, geht u.a. auch daraus
hervor, dass das grammatische Subjekt (= das topische Objekt) hier bestimmt
sein kann: daar liggen er de boeken (op), was bei der
Wortstellung er…daar… - wie überhaupt beim rein
repletiven er - nicht möglich ist.
Auf der anderen Seite können das repletive und das
präpositionale oder lokale er ja sonst nie durch zwei verschiedene
er vertreten sein (vgl. § 4).
Vielleicht lasst sich die Frage, welche der beiden Interpretationen
des Typus B 4 die richtige ist, überhaupt nicht beantworten. | | | |
Auf die Typen A 1,2,3, B 1,2, C 1,2 brauchen wir hier nicht
näher einzugehen, da wir sie schon besprochen haben. Die Typen A 4, B 4,
und C 4 scheinen ziemlich selten zu sein. Dagegen kommen die Typen B 3 und C 3
- d.h. die Konstruktionen mit rein repletivem + rein quantitativem er -
verhältnismässig häufig vor:
B 3, mit zwei er:
Er zullen meer boeken volgen. Er komen er al meer (= er
komen al meer boeken).
Je spreekt van heengaan, wat natuurlijk de mensen opschrikt, want
er hangen er zoveel van jou af (= want er hangen zoveel (van
hen) van jou af).
C 3, mit nur einem er:
Naarmate de arbeid vordert komt er steeds meer (=
…komt er steeds meer arbeid).
Toen zij het eerste brutale antwoord had gegeven, volgden er gauw
meer = …volgden er gauw meer brutale antwoorden).
Die adjektivischen Indefinita, die mit dem quantitativen er
verbunden werden, sind dieselben wie diejenigen, die in der rein repletiven
er-Konstruktion (§ 3) bei dem topischen Objekt stehen
können:
| een: | Ik heb er een, | vgl. | er ligt een boek op de
tafel; |
| geen: | Ik heb er geen, | vgl. | er ligt geen boek op de
tafel; |
| meer: | Ik heb er meer, | vgl. | er liggen meer boeken op de
tafel; |
| veel: | Ik heb er veel, | vgl. | er liggen veel boeken op de
tafel; usw.
1 |
Nun kann indessen auch ein unbestimmtes Substantiv ohne Artikel d.h.
mit dem indefiniten Artikel zéro als topisches Objekt eines
repletiven er-Satzes fungieren, z.B. er liggen( ) boeken op de
tafel. (Die leere Parenthese ( ) symbolisiert hier den Artikel
zéro.) Es ist nun zu erwarten, dass dieses indefinite
zéro auch beim quantitativen er vorkommen kann; und
das ist in der Tat der Fall. Man findet also er… ( ) = ( ) +
Substantiv, genau wie er…een - een + Substantiv, | | | |
er…geen = geen + Substantiv, usw., z.B. Ik heb
er ( ) die meer dan duizend gulden waard zijn = ik heb
schilderijen die…
Diese Verbindung von quantitativem er +
zéro begegnet u.a. im Ausdruck er zijn er ( ) +
Relativsatz (vgl. franz. il y en a + Relativsatz), z.B. Er zijn er
die het niet nodig vinden. Das erste er ist natürlich
repletiv-existentiell (vgl. S. 26), das zweite ist ein quantitatives er
in Verbindung mit dem indefiniten zéro. Das durch dies
quantitative er vertretene Substantiv (lieden, mensen) ist
manchmal nicht explizit im Kontext enthalten. Wenn der Satz nicht durch das
repletiv-existentielle er eingeleitet wird, steht nach der Regel er
er = er (vgl. S. 28) nur éin er, z.B. Al zijn er
die je van roekeloosheid betichten.
Wenn man nun die Substantivtypen, die als topisches Objekt beim rein
repletiven er stehen können, und die durch das quantitative
er vertreten sein können, mit denen vergleicht, die mit dem
präpositionalen er (daar und hier) äquivalieren
können, so wird man bemerken, dass diese beiden Kategorien einander
ausschliessen. Eine nominale Grösse kann also nicht zu beiden Kategorien
gehören.
In dieser Verbindung müssen wir einen bisher
unberücksichtigten Substantivtypus besprechen, und zwar die Substantiva
mit dem sogenannten generischen unbestimmten Artikel (Sing. een, Plur.
zéro). Solche Substantiva können nicht als topisches
Objekt mit dem rein repletiven er verbunden werden, und sie können
nicht mit dem quantitativen er äquivalent sein. Dafür
können sie durch ein präpositionales er repräsentiert
sein. Und dasselbe gilt für das persönliche Pronomen der dritten
Person, z.B. A Ik houd niet van honden. B Ik houd er ook niet van
(er = honden) oder Ik kan ze ook niet uitstaan (ze
= honden).
1
Unsere oben (S. 8f.) aufgestellten Definitionen des
präpositionalen er und des persönlichen Pronomens der 3.
Pers.: er = de/het + Substantiv und hij/zij/het =
de/het + Substantiv waren somit zu eng, obwohl sie für die
allermeisten Fälle stichhalten. In Wirklichkeit muss der Inhalt dieser
Variante von er sowie des persönlichen Pronomens also anders
abgegrenzt werden, und zwar auf Grundlage des Verhältnisses zu den beiden
anderen Varianten von er.
|
1Manches von dem, was ich in der vorliegenden
Abhandlung mitzuteilen habe, mag in der Tat wohlbekannt sein. Die
niederländische Grammatik hat aber m.W. bisher nicht versucht, die
Funktionen des Wörtchens er systematisch zu beschreiben. Und es
soll nun meine Aufgabe sein, die Hauptverwendungen dieses ‘Adverbium's
darzustellen und den Platz desselben im Sprachsystem zu bestimmen. Mein Artikel
erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einige wertvolle Bemerkungen
über den Gebrauch von er finden sich bei E. Kruisinga, A Grammar
of Modern Dutch2 (1949), M. Muusses & L.L. Hammerich,
Hollandsk grammatik (1930), und G.S. Overdiep, Stilistische
grammatica (1937).
Der niederländische Lektor an der Universität
Kopenhagen, Herr H. Schultink hat mir bei meinen Studien über er
äusserst wertvolle - in mehreren Punkten unentbehrliche - Hilfe geleistet.
Ich möchte ihm dafür herzlichst danken.
1Das stets unbetonte er entspricht
jedoch nur dem unbetonten Pronomen hij. Im folgenden sprechen wir, wenn
nichts anderes ausdrücklich gesagt wird, ausschliesslich vom unbetonten
hij.
2Auch der Umstand, dass er sich aus
einer unbetonten Variante von daar (vgl. engl. [ ðə] und
dän. [ dər]) entwickelt hat, genau wie der bestimmte Artikel
de/het aus unbetonten Varianten von die/dat entstanden ist,
dürfte in diesem Zusammenhang aufschlussreich sein.
Vgl. übrigens die Definitionen des Woordenboek der
Nederlandsche Taal: daar = op die plaats, hier = op deze
plaats.
1Der Begriff ‘äquivalieren
mit’ darf nicht mit ‘hinweisen auf’ verwechselt werden. Ein
substantivisches oder adverbiales Pronomen kann auf ein unbestimmtes Substantiv
hinweisen, obwohl es mit einem bestimmten Substantiv äquivaliert. Dass
x mit y äquivalent ist, besagt, dass x und y
denselben Inhalt haben, so dass x prinzipiell immer durch y
ersetzt werden kann, ohne dass der Satzinhalt dadurch verändert wird, -
obwohl der Usus bisweilen eine solche Substitution nicht zulässt. In einem
Satze wie Nu heb ik een goed boek voor hem gevonden, het is helemaal niet
duur weist het auf das unbestimmte een boek hin,
äquivaliert aber mit dem bestimmten het boek.
1Die Tatsache, dass die Präposition nach
dem Adverbialpronomen steht, das sie regiert, ist kein Grund, den Terminus
Präposition zu vermeiden. Das wesentliche ist, dass die Präposition
ein Regimen voraussetzt, und dass dies vorausgesetzte Regimen ein
Adverbialpronomen sein kann.
Über die präpositionalen Verwendungen von hier,
daar und er siehe u.a. Overdiep §§ 258 und 354.
1Die hier gegebenen Definitionen sind nur
vorläufig. Vgl. S. 32.
2Kruisinga konstatiert an mehreren Stellen
(§§ 175, 236, 292, 294f. und 306) eine Verbindung zwischen den
präpositionalen Adverbialpronomina und den entsprechenden substantivischen
Pronomina, ohne jedoch diesen Zusammenhang als ein Mittel zur Beschreibung der
betreffenden Pronomina konsequent zu verwerten. Vgl. Overdiep § 258.
Anm.
Über die präpositionale Verwendung von daar
und hier anstelle von die und deze siehe auch Muusses
& Hammerich § 116.3.
3Vgl. Muusses & Hammerich § 148 und
Overdiep § 240.
1Vgl.
Kruisinga §§ 175 und 295.
1Vgl. Kruisinga §§ 175 und 295 und
Overdiep §§ 349 und 385.
1Das von einer Präposition regierte
pers. Pron. der 3. Pers. kann betont werden, weil es eine Person bezeichnet
(vgl.
Kruisinga § 293). Ein solches betontes hij
kann ja nicht durch er ersetzt werden (vgl. S. 6). Wo das
präpositionale er eine Person vertritt, ersetzt es also - wie
gewöhnlich - das unbetonte hij. Ob das betonte hij in
präpositionalen Verbindungen durch daar ersetzt werden kann,
lässt sich kaum entscheiden, da ein präpositionales daar, das
auf eine Person hinweist, ebenso gut als Ersatz von die aufgefasst
werden kann. Vgl. auch
Muusses &
Hammerich § 116.3.
1Über die lokalen Verwendungen von
hier, daar und er vgl. Overdiep §§ 257 und
354.
2Vgl. Kruisinga § 157f., Muusses &
Hammerich § 120 und Overdiep §§ 223f., 257, 266 und
281.
1Auch viele andere skandinavische
Sprachforscher haben sich sehr eingehend mit der Repletivkonstruktion in
nordischen (und anderen) Sprachen beschäftigt. Wir müssen uns jedoch
hier auf das Niederländische beschränken und können uns deshalb
mit der weitläufigen nordistischen Diskussion nicht näher befassen.
Ich verweise nur auf die neuesten grösseren Werke: R. Ljunggreen, Om
den opersonliga konstruktionen (1926) und I. Wallin, Om det grammatiska
subjektet (1936), wo die weitere einschlägige Literatur
sorgfältig verzeichnet ist.
1Ganz ähnlich im Dänischen, vgl. P.
Diderichsen, Elementær dansk Grammatik (1946), S.
172f.
1Die persönlichen Pronomina und die
Possessivpronomina enthalten grammatische Bestimmtheit. Ein persönliches
Pronomen oder eine Verbindung mit Possessiv-pronomen kann deshalb nicht als
topisches Objekt fungieren.
2Vgl. Kruisinga §§ 160f., Muusses
& Hammerich § 113 und Overdiep §§ 222 und 349.
1Über die Verwendung zweier Varianten
von er im selben Satz vgl. Hammerich im Bulletin du Cercle
Linguistique de Copenhague III (1938), S. 21f. Die dort angeführte
Konstruktion mit doppeltem er: er wordt er geen dubbeltje voor gegeven
ist, soweit ich habe feststellen können, höchst
ungewöhnlich.
1So nach
Muusses &
Hammerich § 120.
1Vgl. Muusses & Hammerich § 121 und
Overdiep § 266, Anm. 2.
2Vgl. Muusses & Hammerich §
113f.
1Vgl.
Heeroma, De Nieuwe Taalgids 41 (1948), S.
249.
1Wenn
Kruisinga (§ 294.a) das quantitative er
folgendermassen beschreibt: ‘We also find er…without a
preposition, to refer to a plural noun mentioned before. It is used as an
adjunct to a numeral, whether definite or indefinite’, so ist dies
offenbar unzulänglich. Die Definition, die man bei
Muusses &
Hammerich (§ 49. Anm.) findet: er = van
hun trifft nur auf die partitive Sondervariante zu.
1Vgl.
Hammerich BCLC III, S. 22.
1Heeroma scheint sich
darüber zu wundern, dass allen und beiden nicht mit dem
quantitativen er verbunden werden können (a.a.O.). Die Ursache ist,
dass alle ( n) und beide( n) bestimmte
Quantitätsangaben sind. Dies geht u.a. daraus hervor, dass
alle( n) und beide( n) (+ Substantiv) nicht als
topisches Objekt in der Repletivkonstruktion vorkommen können: * er
gingen allen/alle mensen naar de vergadering ist ja ausgeschlossen. (Vgl.
unten.)
1Auf ähnliche Weise können das
präpositionale daar und das substantivische die mit einem
stark betonten Substantiv mit generischem unbestimmten Artikel
äquivalieren: Ik houd wel van honden, maar katten, daar heb ik een
hekel aan/maar katten, die kan ik niet uitstaan.
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