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[p. 160]

85.
Ick mach wel claghen minen noot.
(Ps. CXLII)



illustratie

*

 
1.
 
Ach Gott, ich klag dir mei - ne not!
 
ich bin ver-wundt biss in den tot
 
und mir ist mis - se - lun - gen,
 
ich het mir ein feins-lieb auss er - korn
 
von im bin ich ver - drun - gen,
 
von im bin ich ver- drung - - - en.
 
 
 
2.
 
Er het mich lieb, er het mich wert.
 
Ich tet als was sein herz begert
 
In züchten und auch in eren;
 
Er hat ein andre vil lieber dann mich,
 
Er hat mich übergeben.
 
 
 
3.
 
Was hilft dich, knab, dein falsche list,
 
Dass du so gar der untreu bist,
 
Magst nit uf mich gewarten?
 
Dein untreu hab ich lengst gewist,
 
Krenkt mir herz, muot und sinne.
 
 
 
4.
 
Het ich dein untreu vor gewist,
 
Deiner liebe het mich uit gelüst.
 
Du hast mir oft gelogen
 
Far hin! far hin!
 
Du muost mir auss dem herzen.
 
 
 
5.
 
Der sich uf einen distelbaum setzt
 
Und sich uf junge knaben verläst,
 
Der läst sich ein blinden leiten;
 
Art der läst von arte nit,
 
Unkraut wil auss dem garten nit.
[p. 161]
 
6.
 
Ich het mir ein apfel, war hübsch und rot,
 
Hat mich verwundtt bis in den tot,
 
Noch war ein wurm darinne;
 
Far hin, far hin mein apfel rot!
 
Du muost mir auss dem sinne.
 
 
 
HEIDELBERGSCH HS. 313, omstr. 1550 bl. 76.
 
Uhland Deutsche Volkslieder Nr. 50.

1539 Dev. prof. 141 ‘Ick mach wel claghen mijn verdriet’ 10-regelige str. - 1582 Ambraser Lb. nr. 79. - Omstr. 1600 Ndd. Lb. nr. 67 (Uhland).

*Alle uitgaven hebben G behalve 14.
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